Unser erstes Jahr zu Viert

Moritz läuft. Was für ein wichtiger Meilenstein. Er ist fast 14 Monate alt. Er hat 8 Zähne und isst alle Mahlzeiten bei uns mit. Er ist das freundlichste kleine Kerlchen das ich kenne, hat noch nie gefremdelt und schenkt jedem ein Lächeln. Er ist so unglaublich stark und klettert alles hoch was eine Stufe hat. Er hat sein erstes Paar Schuhe und kann nun ganz alleine gehen. Damit habe ich offiziell kein Baby mehr zu Hause. Wie schnell ist die Zeit bitte vergangen? Viel zu schnell wenn ihr mich fragt. Und ich frage mich: Habe ich die Zeit bewusst genossen? Habe ich all die kleinen und großen Momente ausreichend festgehalten? Werde ich die Zeit jemals vermissen, zurück wünschen? Ja, wie war die Zeit überhaupt? Heute schaue ich einmal zurück, auf unser erstes Jahr zu Viert.

Ich kann mein Glück kaum beschreiben, als ich Moritz zum ersten Mal in den Armen hielt. Es war unglaublich. Mein erster Gedanke und auch mein erster Satz zu Sven war: das will ich unbedingt noch einmal erleben. Wohingegen ich nach der ersten Geburt dachte: das stehe ich kein zweites Mal durch. Überhaupt, mein zweites Kind hat mich in meiner Mutterrolle so stark gemacht. Viele Zweifel, die ich bei Emilia hatte, die Unsicherheit, viele Ängste: alles war wie weggeblasen. Moritz hat mich ankommen lassen in der Mutterrolle. Ich habe mich nicht verunsichern lassen, mir nicht reinreden lassen. Ich war gelassen. Suchte ich beim ersten Kind noch den Kontakt und die Ratschläge anderer Mütter, so genügten Moritz und ich uns im Wesentlichen. Wir besuchten kein PEKiP und kein Babyschwimmen, sondern wir genossen die Vormittage zu Zweit. Die Nachmittage zu Dritt. Die Abende zu Viert.

Ja genau, denn ab nachmittags waren da nicht nur er und ich. Moritz hat noch etwas ganz anderes in die Familie gebracht. Aus unserem mittlerweile super eingespielten Dreierteam wurden auf einmal vier. Zwei Elternteile und zwei Kinder. Bzw. ganz oft auch ein Elternteil und zwei Kinder. Kaum eine Pause, immer da sein, immer Hilfestellung leisten, Fragen beantworten, Hunger stillen, Aua wegpusten. Eine Windel war quasi immer voll. Und geschlafen haben tagsüber selten beide gleichzeitig.

Emilia war mit ihren 2,5 Jahren noch sehr klein als sie von heute auf Morgen große Schwester wurde. Sie hat das super gemeistert, hat sich nie beschwert und sich ihren Bruder nie weg gewünscht. Aber mit ihren 2,5 Jahren hatte sie auch Bedürfnisse. Sie war weder trocken, noch konnte sie sich alleine anziehen, geschweige denn alleine in den Schlaf finden. Und nicht zu vergessen: Sie befand sich inmitten ihrer Trotzphase. Trotzdem machte sie bereitwillig Platz im Kinderwagen und im Babybettchen. Stolz half sie mir beim Wickeln und suchte mit Vorliebe seine Outfits aus.

Aber es war natürlich nicht alles perfekt. Es war auch verdammt anstrengend. Ich erinnere mich noch genau an Spielplatzbesuche, die damit endeten, dass ich den hungrigen, schreienden Moritz in der Babytrage und die laufmüde Emilia auf der Hüfte trug, während ich mit der freien Hand den Kinderwagen nach Hause schob, in dem anstelle des Babys, Emilias Laufrad lag. Oder an unseren ersten Winter zu Viert, in dem wochenlang ohne Übertreibung mindestens einer von uns Vieren immer krank war. In ihrem ersten Kindergartenjahr brachte Emilia Virus um Virus mit nach Hause, der reih um die ganze Familie lahm legte. Meinen absoluten Tiefpunkt erreichte ich mit einem Magen-Darm-Infekt: Sven auf Geschäftsreise und wir Drei  krank zu Hause. Ich wickelte im Akkord, wechselte und wusch die Bettwäsche mehrmals täglich und kam gar nicht hinterher die Spucke aufzuwischen bis sich wieder einer übergeben hatte. Wohlgemerkt selbst magen-darm-krank. Ich erinnere mich an viele Nächte mit sehr wenig Schlaf. Ich erinnere mich an einen vernachlässigten Haushalt, an manchmal nicht mehr händelbare Wäscheberge, überquellende Windeleimer, an schweißtreibende Supermarktbesuche. Ich erinnere mich an zwei kleine Kinder, die das Recht haben 24 Stunden am Tag Bedürfnisse zu haben und an uns Eltern, die irgendwie versuchten den Kopf über Wasser zu halten. Stark zu sein.

Ich erinnere mich aber auch an ein ausgesprochen gelungenes Reisejahr. Auf unseren Reisen habe ich jedes Mal so viel Energie getankt. Raus aus dem Alltagstrott. 100% Familienzeit. Wir waren an der Ostsee, als Moritz erst wenige Wochen alt war. Und wurden mit so viel Sonne beschenkt. Ich erinnere mich an unser erstes Weihnachten zu Viert, im Skiurlaub, mit der ganzen Großfamilie. An unsere erste Flugreise nach Lanzarote. Und allem voran an unsere 2,5 Monate lange Italien-Rundreise. Auf der ich alle Akkus aufgeladen habe. Ich hatte großen Respekt davor, die Zeit ununterbrochen zusammen zu verbringen. Ohne Kindergarten. Ohne Spielgefährten für Emilia. Ohne Omas, Opas, Tanten und Onkel. 11 Wochen nur wir Vier auf engstem Raum. Und es war so gut. Die Reise hat uns entschleunigt, uns so unglaublich viel unglaublich wertvolle Zeit zu Viert geschenkt. Keine Termine, keine Deadlines, keine Verpflichtungen. Zeit zum Spielen, Kuscheln, Vorlesen und Staunen. Zeit zum Reden und als Paar wieder zueinander finden. So viele kleine und große Momente, die für immer in meinem Herzen sind und mir, sobald ich nur daran denke, ein warmes Gefühl im Bauch schenken.

Ich erinnere mich an ein aufregendes, erlebnisreiches, intensives, alles in allem sehr gutes und unvergessliches Jahr.

Und unterm Strich: Blicke ich heute glücklich auf unseren Sohn, unsere Tochter und auf uns Eltern: Wir haben zwei unheimlich tolle Kinder. Die jeder für sich ein unglaublich großes Geschenk sind. Die sich lieben und nicht ohne einander können. Es ist so schön zwei Kinder zu haben. Und es ist noch schöner einen Partner zu haben, mit dem man das alles geteilt und gemeistert hat.

Ich bin ziemlich stolz: auf meine Kinder, auf meinen Mann und auf MICH!

Unser erster Pauschalurlaub im Familienclub auf Lanzarote

Wir haben es getan. Wir haben uns in ein neues Abenteuer gestürzt. Wir haben unsere ersten Flüge und Pauschalurlaub mit Kindern gemeistert. Wie es dazu kam und ob wir es wieder tun würden?

Ich fange mal von Vorne an.

Seit Emilia 2014 in unser Leben gestoßen ist, kennen wir nur eine Form des Familienurlaubs: Camping mit dem Wohnmobil. Die Vorzüge des Reisens mit dem Wohnmobil habe ich auf dem Blog schon zu Genüge vorgestellt, aber wie ihr alle wisst, haben wir Anfang des Jahres unser Wohnmobil verkauft(en müssen).

So schmerzlich der Verlust auch ist, ohne ein Wohnmobil vor der Tür ergeben sich für unsere Reisepläne ganz neue Möglichkeiten. Denn solange Lizzy da war, wollten wir auch jeden einzelnen freien Tag mit ihr ausnutzen.

Nun sei noch erwähnt, dass ich nicht unerfahren bin, was Cluburlaub betrifft. Als Teenager habe ich mit meiner Familie jeden Sommer in so einem Club verbracht. Während mein 7 Jahre jüngerer Bruder happy im Kids Club war, war ich jedes Jahr aufs Neue in einen der Animateure verliebt (wahlweise auch mal ein Kellner, wenn die Animateure nichts taugten 😉 ) und hatte jeden Sommer meinen verlässlichen Sommerflirt. Für unsere Familienkonstellation, also meine Eltern, meinen Bruder und mich, war dies die perfekte Urlaubsform, mit der wir vier damals alle sehr happy waren. Ich erinnere mich an Entspannung pur, das Hotelzimmer stets aufgeräumt, wir setzten uns drei Mal am Tag an den gedeckten Tisch, ALLES an Hausarbeit wurde einem abgenommen. Die einzigen zu beantwortenden Fragen des Tages waren (so zumindest in meiner Erinnerung)  „Gehts heute zum Strand oder zum Pool?“ und „Was ziehe ich heute Abend an?“ Das kann doch nur für maximale Erholung sorgen.

Und so landeten wir kurz vor Weihnachten im Reisebüro und buchten unseren ersten Pauschalurlaub. Unsere Ansprüche waren ziemlich simpel: es soll in die Sonne gehen, es soll ein familienfreundliches Hotel werden und wir möchten eine Suite mit separatem Schlafzimmer für die Kinder. Aus ca. 20 Angeboten, hauptsächlich für die Kanaren und griechischen Inseln entschieden wir uns für das Hotel SENTIDO Aequora Lanzarote.

Beim Preis (knapp 2000€ für eine Woche All Inclusive für 2 Erwachsene, ein Kleinkind und ein Baby in den Osterferien) und bei der Flugzeit (4,5 Stunden) mussten wir zwar kurz schlucken –  aber Beides war es uns wert und wir buchten voller Vorfreude.

Als Vorurteile hatten wir dabei: Massenabfertigung, nervige andere Kinder/Eltern, „Kampf“ um die Liegen am Pool, schlechtes Essen aus Warmhaltebehältern, noch schlechterer Wein, aufdringliche Animateure.

Aber unsere Hoffnung auf Erholung Dank der vielen Angebote für die Kids (Miniclub, Spielplätze, Kinderpools) und der Rundumversorgung für uns Vier überwog die Vorurteile und wir ließen uns auf das Abenteuer ein.

Und hier nun unsere absolut subjektive und ehrliche Meinung:

Wie war der Flug?

Anstrengend – wenn ihr Sven fragt; gut – wenn ihr mich fragt.

Und da merkt ihr schon: Das A&O sind die eigenen Erwartungen. Während Sven sehr entspannt an den Flug ran ging, hatte ich wirklich Angst davor. Bei Emilia war ich mir sicher, dass sie sich riesig darüber freuen würde, vier Stunden lang naschend „Conni“, „Leo Lausemaus“ „Benjamin Blümchen“ und „Jonalu“ schauen zu dürfen (mein zuvor auf dem iPad zusammen gestelltes Serienrepertoire). Denn im Alltag sind Fernsehen und Süßigkeiten bei uns streng begrenzt. Aber Moritz? Moritz schafft es keine Minute still zu sitzen. Wie soll er 4 Stunden auf meinem Schoß überstehen? Und er findet so schwer in den Schlaf, wie soll das im Flugzeug klappen? Am Ende war es wie bereits gesagt aus meiner Sicht ok. Moritz hat auf beiden Flügen etwa die Hälfte der Zeit geschlafen, die restlichen 2 Stunden musste er von uns bespaßt werden, was natürlich auch mal anstrengend war, aber bei Weitem nicht so schlimm wie ich erwartet hatte. Wir ließen ihn durch den Gang krabbeln und er machte Bekanntschaft mit so ziemlich jedem Passagier, wir versorgten ihn mit reichlich Banane, Hirsekringeln und Brot und wenn gar nichts mehr ging mit seiner geliebten Milchflasche. Und Emilia: die war auf dem Hinflug völlig überdreht und übermüdet und fand erst beim Landeanflug in den Schlaf. Man konnte sie tatsächlich schon aus der Fassung bringen, wenn das Gummibärchen nicht die richtige Farbe hatte. Das war dann doch anstrengender als ich erwartet hatte. Auf dem Rückflug schlief sie bereits vor dem Start ein und schlief die ersten zwei Stunden, während sie den Rest der Zeit entspannt Serien schaute. Das war dann wiederum total easy!

Ein seltener Moment: beide Kinder schlafen

Meine Tipps:

  1. Achtet bei den Flugzeiten darauf, dass die Kinder ihren normalen Tagesablauf beibehalten können. Denn nichts ist schlimmer als überdrehte, übermüdete Kinder, die nicht in den Schlaf finden. Unser Hinflug ging um 6 Uhr morgens, der Rückflug um 18 Uhr. Beim Hinflug sind wir um 3 Uhr zu Hause aufgebrochen, die Kinder hatten absoluten Schlafmangel; während der Rückflug am frühen Abend perfekt war: die Kinder sind ganz entspannt zur gewohnten Schlafenszeit im Flugzeug eingeschlafen.
  2. Habt ausreichend abwechslungsreiche Snacks/Unterhaltungsmöglichkeiten vorbereitet. Damit ihr regelmäßig etwas „Neues“ aus der Tasche hervorzaubern könnt.
  3. Mit dem Druckausgleich hatten unsere Kinder keine Probleme. Vorsorglich haben wir aber bei Start und Landung Moritz eine Milchflasche und Emilia Kaubonbons gegeben.
  4. Für kleinere Kinder kann ich eine Babytrage fürs Flugzeug empfehlen. Wenn die Babys nicht zur Ruhe finden, kann man sie damit den Gang rauf und runter tragen und in den Schlaf wiegen.

Wie erging es uns im „Club“?

Ganz ehrlich. Der erste Tag war der reinste Horror. Sven und ich sind Beide geborene Optimisten und können wirklich jeder Situation etwas Gutes abgewinnen. Aber das war an diesem ersten Urlaubstag echt schwer. Total übermüdet aufgrund unseres frühen Flugs kamen wir um 10 Uhr morgens im Hotel an. Check In erst ab 13 Uhr. Also erstmal frühstücken und drei Stunden durchhalten bis wir dann alle vier gemeinsam in unserem Hotelzimmer Mittagsschlaf  halten können. Doch meistens kommt es anders… Moritz war nicht mehr wach zu halten und schlief im Kinderwagen ein, so würde er um 13 Uhr ausgeschlafen sein und zumindest einer von uns Erwachsenen müsste sich um ihn kümmern. Um 13 Uhr dann die Hiobsbotschaft, dass unser Zimmer noch nicht fertig sei; dieses wurde erst um 15 Uhr fertig. Das war dann auch zu spät für Emilias Schlaf und so quälten wir uns irgendwie durch den Tag.

Das erste Abendessen war eine Katastrophe. Und damit meine ich nicht das Essen. Das war sogar überraschend gut. Mit Live-Cooking, vielen frischen Salaten, Meeresfrüchten bis hin zu einem bombastischen Dessert-Buffet. Und alles richtig toll angerichtet. ABER: Ich hatte völlig unterschätzt was für ein Organisationsaufwand dahinter steckt, gleichzeitig Essen für 2 Erwachsene, ein Baby und ein Kleinkind vom Buffet zu holen. Und dann die Geräuschkulisse. Denn alle Familien mit Kindern aßen im Familienrestaurant. Somit waren neben hundert hungrigen Erwachsenen auch geschätzte hundert hungrige Kinder im Saal. Der Vorteil: Mit nicht stillsitzen wollendem, Essen um sich werfendem Baby und trotzigem Kleinkind fiel man gar nicht auf. Der Nachteil: Die Unruhe! Das Gewusel! Von überall sprangen gehetzte Eltern auf um ein herunterfallendes Glas, Löffel… aufzufangen, schnell noch ne Scheibe Brot oder eine Serviette vom Buffet zu holen. Es war ein „Kultur“-Schock. Und für mich bis heute ein Rätsel, wie gelassen und freundlich die Kellner bei all dem blieben.

Ausgeschlafen am nächsten Tag sieht alles nur noch halb so schlimm aus. Wir organisieren uns besser wer wann für wen was zu essen holt. Wir essen nur noch auf der Terrasse des Restaurants, wo es zwar etwas windig aber wunderbar ruhig ist.

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„Unsere“ Terrasse, auf der wir sämtliche Mahlzeiten einnehmen

Und wir entdecken die Vorzüge unserer Suite: unsere Terrasse liegt nämlich unmittelbar am Kinderpool und das ist wirklich richtig klasse und beschert uns viele Glücksmomente. Wir müssen nicht um freie Liegen bangen, müssen die Schwimmtasche nicht täglich neu packen (und wer schon mal mit zwei kleinen Kindern schwimmen war weiß wie viel „Krempel“ man braucht). Von Spielzeug über Handtücher über trockene Sachen bis hin zur Sonnencreme liegt alles auf der Terrasse und somit stets einsatzbereit. Und während Moritz drinnen Mittagsschlaf hält und Emilia im Pool planscht können wir sogar gleichzeitig in der Sonne liegen und lesen. Wenn sich einer von uns aufraffen kann und den Weg zur Bar auf sich nimmt sogar mit Cocktail in der Hand. Das ist wirklich Erholung pur. So entspannt drücken wir sogar beide Augen zu und lassen Emilia in ihren Sonnen-Pausen drinnen den Kika Kanal schauen. Sie hat schließlich auch Urlaub.

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eine der Terrassen des linken Gebäudekomplexes „gehört“ uns

Der Club gibt einem einen Tagesablauf vor, dem man ganz entspannt folgen kann. Frühstück, Baden und Entspannen im und am Pool – dazu Snacks nach Belieben, Mittagessen, Baden und Entspannen im und am Pool – dazu Snacks nach Belieben, Abendessen, Minidisco und Schlafen. Theoretisch. Denn praktisch eignet sich dieser Tagesablauf nicht für unsere (noch zu kleinen) Kinder.

Bei so viel Kinderprogramm ist an Mittagsschlaf bei Emilia nicht zu denken und auch Moritz ist bei so viel frischer Luft und Action um 18 Uhr fertig mit der Welt. Blöd nur dass es dann erst mit dem Abendessen los geht. Wir haben uns den Stress mit den müden Kindern beim Abendessen nicht gegeben und unser Abendprogramm sah ab dem zweiten Tag wie folgt aus: Während Sven und Emilia sich zusammen „abendessenfein“ machen, bringe ich Moritz ins Bett. Da er tagsüber eigentlich ständig etwas zu Essen in der Hand hält, reicht ihm hier abends nur noch eine Milchflasche. Anschließend begleitet Sven Emilia zum Abendessen und während diese sich durch das abwechslungsreiche Buffet snackt (jeden Abend Pommes!!!)  kann ich mich in aller Seelenruhe chic machen. Das genieße ich total. Nach dem Essen fällt Emilia auch todmüde ins Bett und während wir den von Sven mitgebrachten Aperitif auf der Terrasse genießen warten wir bis auch sie tief schläft. Und dann folgt unsere Date-Time. Dank der Babyphone App können wir ganz entspannt zu Abend essen und auch mal ein bißchen Paar-Zeit genießen.

Wie hat uns Lanzarote gefallen?

Lanzarote, die nordöstlichste der kanarischen Inseln hat einen besonderen Charme. Der Haupt-Tourismus spielt sich in den drei Urlaubsstädten Puerto del Carmen, Costa Teguise und Playa Blanca ab. Dem Künstler und Architekten César Manrique ist es zu verdanken, dass Lanzarotes Touristenorte nicht durch hässliche Hotelkomplexe dominiert werden. Denn seit 1970 durften Gebäude nur noch ein- oder zweistöckig gebaut werden, vorgeschrieben waren kalkweiße Wände und minarettartige Türmchen. Das verleiht der Insel einen besonderen Charakter und macht sie entlang der Küste richtig „hübsch“. Im Hintergrund und nur wenige Kilometer von der Küste entfernt der absolute Kontrast in Form der surreal anmutenden Vulkanlandschaft. Wirklich sehenswert.

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Wir haben uns einen Mietwagen ausgeliehen und haben an Tag 3, Tag 4 und Tag 5 die Insel erkundet. Drei Tage reichten uns auch locker, denn mit einer Länge von 58km und einer maximalen Breite von 21km hat man schnell alles erreicht, was man sehen möchte.

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„Unser“ Mietwagen auf dem Weg zu den Playas Papagallo

Unsere 3 Highlights der Insel, die du dir nicht entgehen lassen solltest:

1.) Parque Nacional de Timanfaya

Ein Ausflug in die „Feuerberge“ ist ein absolutes Muss für jeden Lanzarote-Besucher. Die wüstenhafte Ödnis mit ihren aufgerissenen Kratern, schwarzen Geröllfeldern sowie erstarrter Lava wirkt beinahe apokalyptisch. Nicht klassisch „schön“ aber beeindruckend und definitiv sehenswert. Da die Landschaft Naturschutzgebiet ist, darf die Ruta de los Volcanes nur mit dem Bus befahren werden. Dieser ist im Eintrittspreis in den Nationalpark inbegriffen. Ausreichend Parkplätze sind vorhanden, jedes Hotel bietet aber auch Ausflüge an.

2.) Playas de Papagayo

Die sechs windgeschützten Badebuchten an einer felsigen Küste mit feinem Sand und türkisfarbenem Wasser gelten völlig zu Recht als die schönsten Strände der Insel. Trotz ihrer Beliebtheit waren sie (in den Osterferien) überhaupt nicht überlaufen, was evtl. an der doch beschwerlichen Anfahrt liegt (mehrere Kilometer „Off-Road“ auf nicht asphaltierter Straße)

3.) Der Markt in Playa Blanca

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Wenn ihr etwas bummeln möchtet, kann ich euch den schönen Wochenmarkt am Yachthafen von Playa Blanca empfehlen. Ein attraktiver Markt, an dem neben dem üblichen Ramsch auch viele handgefertigte Artikel angeboten werden.

Die übrigen Tage entspannten wir in unserer Hotelanlage, unternahmen Ausflüge zum Strand oder bummelten entlang der kilometerlangen Strandpromenade von Puerto del Carmen.

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„Unser“ Strand – Playa de los Pocillos

Würden wir es noch einmal tun?

Ehrlich gesagt: Nein. Zumindest nicht mit so kleinen Kindern, vielleicht wagen wir in ein paar Jahren noch einen zweiten Versuch. Fakt ist zwar: wir haben das Beste draus gemacht und uns gut mit Allem arrangiert. Aber wir fühlten uns doch nicht richtig frei. Durch den vorgegebenen Tagesrhythmus, der nicht zu unserem Tagesrhythmus passt. Aber noch viel mehr durch die Hotelanlage an sich. Denn wir sind es gewohnt zu campen, in der Regel wild zu campen, häufig auf einer großen Wiese, direkt am Strand oder auch mal am Wegesrand einer kaum befahrenen Straße. Hier können sich unsere Kinder frei bewegen und spielen. Sie pflücken Blumen, sammeln Stöcker und Steine, fahren Laufrad… In der Regel können sie frei spielen und dabei nichts beschädigen. In der wunderschönen Hotelanlage mussten wir sie ständig ermahnen, nicht die Erde aus den Blumenkästen zu graben, nicht in die Blumenkästen zu klettern, nicht das Spielzeug der anderen Kinder mitzunehmen, nicht die stacheligen Kakteen hochzuklettern, ruhig am Tisch sitzen zu bleiben, sich bei den Mahlzeiten zu benehmen, nicht die Tischdecke runter zu ziehen, sich nicht nur von Pommes zu ernähren, nicht noch ein Eis zu essen…

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Auf dem Weg zum Strand

Auch wenn es etwas Beruhigendes hat, andere Familien um sich zu haben, denen es genauso geht wie einem selbst: Wir können das Zusammensein mit unseren Kindern besser genießen, wenn wir nicht ständig Verbote und Regeln aufstellen müssen und unse

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Den Kinderpool haben sie geliebt

Fakt ist: Reisen mit Kindern ist anders. Es gilt, die Bedürfnisse von vier Personen unter einen Hut zu bringen. Das ist nicht immer einfach und erfordert bei uns Erwachsenen Flexibilität und Organisationstalent. Das ist im Hotel nicht anders als im Wohnmobil. Am Ende sind wir eine Erfahrung reicher und vielleicht sogar einem neuen Wohnmobil einen Schritt näher. Aber bevor es soweit ist, geht es für uns in Kürze in die Provence. Warum ich bei der Planung dieser Reise kurz davor war ein Wohnmobil zu mieten und was genau wir in der Provence vor haben, erfahrt ihr schon bald hier auf dem Blog.

Bis dahin verratet mir doch bitte: Habt ihr schon einmal eine Pauschalreise gemacht? Und wie hat es euch gefallen?

Auf in neue Abenteuer

DSC_0247-2Ich grüße euch alle aus Südböhmen. Uns hat es am Ende des Jahres nochmal auf Reisen verschlagen und wir genießen hier mit unserer Familie ein wenig das Beisammensein und den Schnee. Hier haben wir Zeit das Jahr 2017 Revue passieren zu lassen und uns auf das neue Jahr einzustellen.

Ein für uns sehr aufregendes Jahr 2017 neigt sich dem Ende. Ein Jahr, in dem bei uns eine Menge passiert ist.

Das größte Ereignis war für uns natürlich die Geburt unseres Sohnes. Wir sind zum zweiten Mal Eltern geworden. Emilia ist große Schwester geworden. Wir sind nun eine richtige Familie und die Erwachsenen sind bei uns zu Hause nicht mehr in der Überzahl.

Des Weiteren haben wir unseren großen Traum verwirklicht und waren zum zweiten Mal in der Elternzeit auf Reisen. Insgesamt 72 Tage, über 10 Wochen, 2,5 Monate waren wir „on the road“. Dabei haben nicht nur sehr viel von Italien gesehen, sondern hatten auch eine unglaublich intensive und wunderschöne Zeit zu Viert.

Und dann, unmittelbar nach unserer Reise, haben wir unsere Lizzy spontan verkauft. Die, die uns auf Facebook oder Instagram folgen, haben es bereits mitbekommen. Diese Entscheidung ist uns gewiss nicht leicht gefallen. Wir wollten nicht verkaufen. Wir hatten noch viele Pläne mit Lizzy, viele Länder wollten wir noch bereisen. Wir halten das Reisen im Wohnmobil immer noch für die ideale Art des Reisens für Familien. Aber Lizzy hatte auf der Rückfahrt einen Motorschaden. Nach unserem Unfall 2015 in Frankreich und nach dem Getriebeschaden 2016, war nun der Motorschaden zu viel des Guten. Zu viel Geld, zu viel Zeit, zu viele Nerven und zu viele Tränen hat uns Lizzy gekostet, als das wir die Kraft hätten, sie nochmal „in Spur“ zu bringen. Die Trennung fiel uns trotzdem sehr schwer…

Wird es ein neues Wohnmobil geben? Das ist die Frage, die uns seit dem Verkauf beschäftigt und die uns auch sehr häufig gestellt wird. Um ehrlich zu sein: Wir wissen es nicht. Wir sind hin und her gerissen und entscheiden uns täglich um. Kostentechnisch macht ein Wohnmobil für uns in Zukunft wenig Sinn, wenn man bedenkt, dass wir nur etwa 5 Wochen im Jahr Zeit zum Reisen haben (Es sei denn, es gäbe noch eine dritte Elternzeit 😉 ). Aber das Mieten eines Wohnmobils ist verhältnismäßig teuer und man kann es sich nicht „persönlich“ einrichten. Außerdem könnte man, hätte man ein Wohnmobil, dieses auch mal am Wochenende nutzen. Andererseits haben wir als Familie noch keine andere Reise als das Wohnmobil-Reisen ausprobiert. Und hat man das Wohnmobil, dann lässt man es ungern im Urlaub stehen und mietet sich ein Ferienhaus. Deswegen haben wir für uns entschieden, 2018 ohne Wohnmobil anzugehen. Wir möchten andere Formen des Reisens ausprobieren. Denn eine fundierte Entscheidung kann man ja nur treffen, wenn man alle Alternativen mal ausprobiert hat.

Und ich wäre nicht ich, hätte ich unser Reisejahr 2018 nicht auch schon konkret verplant. Erzähle ich euch gleich von unserer ersten Reise, werdet ihr wahrscheinlich vom Glauben abfallen. Wir steigen von einem Extrem aufs andere Extrem um, vom Wildcampen auf Cluburlaub 🙂 Ja, ihr lest richtig. Wir haben im April eine Woche Cluburlaub auf den Kanaren gebucht. Ich bin selbst nicht sicher ob es uns gefallen wird, aber derzeit steht uns einfach der Sinn nach Urlaub. Die Vorstellung, dass wir uns nicht um Einkäufe, nicht ums Kochen, Putzen, den Abwasch etc. kümmern müssen, für reichlich Kinderbespassung gesorgt ist und wir einfach mal eine Woche runterkommen können, klingt gerade seht verführerisch. Im Sommer werden wir für drei Wochen mit dem Auto nach Südfrankreich fahren. Die Idee ist, dass wir zwei bis drei unterschiedliche Ferienhäuser mieten und die jeweilige Gegend dann „sternenförmig“ erkunden. Nach diesen beiden Reisen wird uns die Entscheidung für oder gegen ein neues Wohnmobil hoffentlich leichter fallen.

Für EmiliaMobil.com bedeutet das natürlich auch eine Umstellung. Den Blog wird es selbstverständlich weiterhin geben. Das Bloggen ist einfach ein Teil von mir geworden und ich liebe es, unsere Reiseerfahrungen zu teilen. Diese werden im nächsten Jahr aber anders aussehen als bisher. Ich hoffe sehr, dass du als Leser nicht nur am Thema Wohnmobil-Reisen, sondern auch an Reisen als Familie im Allgemeinen interessiert bist und mir die Treue halten wirst. Es wird bei uns vielleicht anders werden, aber gewiss nicht langweilig -denn wir lieben das Abenteuer und das Fernweh wird uns immer antreiben… Solltest du wirklich nur an Wohnmobil-Reisen interessiert sein, habe ich dennoch ein Versprechen: Reiseberichte aus 2017 über Usedom, Rügen, Zingst, Venedig, die Toskana, Rom,  die Amalfi-Küste, Kalabrien und Sizilien stehen in den Startlöchern und werden gewiss noch nachgeliefert. Es lohnt sich also so oder so bei uns vorbei zu schauen 🙂

Dann bleibt mir an dieser Stelle nur noch, dir für deine bisherige Treue zu danken und dir für 2018 Gesundheit, Glück, Freude und erlebnisreiche Reisen zu wünschen.

Bis bald,

Carolina

Elternzeit 2.0 – Pic of the day Vol. III

Wir sind derzeit mit unseren Kids Emilia (3 Jahre) und Moritz (5 Monate) auf Elternzeitreise. Näheres zu unserer Reise könnt ihr hier nachlesen. Hier erscheint, sofern es die Internetverbindung zulässt, täglich unser „Pic of the day“

Den ersten Teil der Serie findet ihr hier.

Den zweiten Teil der Serie findet ihr hier.

10.11.17/ Tag 69

Tageskilometer: 0km

Wetter: 19 Grad, bewölkt

Der Tag startet und endet in: Palermo


Heute haben wir Palermo besichtigt. Wir sind gelaufen und gelaufen, haben hier und da geschaut, aber die Stadt konnte uns nicht begeistern. Der graue Himmel und die vielen Warnungen vor Kriminalität taten wahrscheinlich ihr Übriges: Wir haben so viele tolle italienische Städte gesehen, Palermo zählt allerdings nicht zu unseren Favoriten. Aber: Wir hatten das seltene Glück, dass beide Kinder gleichzeitig Mittagsschlaf gehalten haben – das mussten wir gleich mit einem Aperol Sprizz begießen…
09.11.17/ Tag 68

Tageskilometer: 89km

Wetter: 22 Grad, sonnig

Der Tag startet in: Segesta

Der Tag endet in: Palermo


Heute Vormittag haben wir uns Segesta angesehen. Das bekannteste sizilianische Symbol für griechische Baukunst liegt ziemlich einsam in einer hügeligen Landschaft. Anschließend ging es für uns nach Palermo. Heute erstmal nur shoppen, Moritz hat so einen unglaublichen Schuss gemacht und braucht am dringendsten neue Klamotten. Aber nicht nur für ihn bin ich fündig geworden. Es war ein absolut erfolgreicher Nachmittag. Und ich kann euch sagen: Shopping mit Emilia ist ein Erlebnis. Sie liebt es anzuprobieren und alles durchzugucken und hat auch reichlich Sachen für Moritz ausgesucht. Ich hab da ein sehr gutes Gefühl bezüglich meiner zukünftigen Shoppingbegleitung…

08.11.17/ Tag 67

Tageskilometer: 40km

Wetter: 20 Grad, sonnig

Der Tag startet in: Castellammare del Golfo

Zwischenstop in: Zingaro Park

Der Tag endet in: Segesta


Heute scheint zum Glück wieder die Sonne. Wir haben eine Wanderung durch den Nationalpark Zingaro gemacht. Eine wunderschöne Wanderung mit einem Picknick am Strand. Da es morgens noch sehr frisch war, haben wir unsere Badesachen nicht mitgenommen – was wir schwer bereuen. Denn die Buchten sollen ein Paradies für Schnorchler sein… 

07.11.17/ Tag 66

Tageskilometer: 81km

Wetter: 14 Grad, Regen

Der Tag startet in: Castellammare del Golfo

Zwischenstop in: Patrinico

Der Tag endet in: Castellammare del Golfo


Heute hat es fast den ganzen Tag geregnet. An unsere geplante Wanderung im Zingaro-Park war nicht zu denken. Also sind wir zum Shoppen in ein „Centro Commerciale“ nach Patrinico gefahren. Die Kilometer hätten wir uns auch sparen können, denn mehr als einen Supermarkt und ein paar uninteressante Läden gab es dort nicht. Trotzdem haben wir den Vormittag gut genutzt und unsere Vorräte an Lebensmitteln, Pampers, Feuchttüchern und Co aufgefüllt. Nun stehen wir wieder am selben Platz wie gestern, genießen die Aussicht aufs Gewitter überm Meer und hoffen, dass sich Morgen die Sonne wieder blicken lässt…

06.11.17/ Tag 65

Tageskilometer: 40km

Wetter: 20 Grad, vormittags sonnig, nachmittags Regen

Der Tag startet in: Casteluzzo

Zwischenstop: –

Der Tag endet in: Castellammare del Golfo

Heute haben wir eine schöne Wanderung am Monte Cofano gemacht. Der Weg zwischen Meer und Bergen ist traumhaft schön. Wie wunderschön muss es hier im Frühjahr sein, wenn alles blüht… Wenn ihr sehen möchtet, in welcher traumhaften Kulisse wir übernachtet haben, dann schaut gern auf unserem Instagram oder Facebookprofil vorbei!

05.11.17/ Tag 64

Tageskilometer: 136km

Wetter: 20 Grad, bewölkt

Der Tag startet in: Menfi

Zwischenstop in: Selinunte

Der Tag endet in: Castelluzzo


Heute war es seit einem Monat zum ersten Mal wieder bewölkt. Unseren Plan, einen Strandtag einzulegen haben wir also kurzerhand über Bord geworfen und sind zu den Tempelanlagen in Selinunte gefahren. Die griechischen Bauwerke sind unglaublich beeindruckend und absolut sehenswert. Auch Emilia war total begeistert und wollte gar nicht wieder weg. Das Herumklettern auf den Ruinen ist wie ein großer Abenteuerparkplatz. 

04.11.17/ Tag 63

Tageskilometer: 102km

Wetter: 23 Grad, sonnig

Der Tag startet in: Bovo Marina

Zwischenstops in: Capo Bianco, Caltabelotta

Der Tag endet in: Menfi

Heute Vormittag haben wir uns am Capo Bianco die Kalkfelsen angesehen. Hatte ein bisschen was von Rügen… Anschließend ging es weiter in die Berge nach Caltabelotta. Eine auf 1000m Höhe zwischen zwei Felsen gepresste Stadt, bei der wir uns permanent fragen, wie sich hier jemals eine Ortschaft bilden konnte. Während unseres Rundgangs bekamen wir Gesellschaft von einem Hund, der uns auf Schritt und Tritt folgt. Emilia ist so angetan dass sie glatt vergisst, dass sie eigentlich nicht mehr laufen „kann“. Am Wohnmobil angekommen beschließen wir spontan zurück zur Küste zu fahren und kommen gerade rechtzeitig an, um noch einmal vor dem Sonnenuntergang ins Meer zu springen. 

03.11.17/ Tag 62

Tageskilometer: 185km

Wetter: 23 Grad, sonnig

Der Tag startet in: Punta Braccetto

Zwischenstop: Oliven – und Orangenfarm der Familie Wartemann 

Der Tag endet in: Bovo Marina


Wir haben uns heute von dem schönen Punta Braccetto verabschiedet. Nach 3 Tagen hatten wir genug und es wurde uns langsam langweilig – mehr als Strand hat der Ort nunmal nicht zu bieten. Svens Interesse an der Olivenernte führte uns heute zu Familie Wartemann, einem deutschen Ehepaar, welches nach Sizilien ausgewandert ist und hier eine Oliven- und Orangenfarm betreibt. Wie wir vor Ort erfuhren, musste die Familie leider krankheitsbedingt den Betrieb einstellen, aber wir wurden mit offenen Armen empfangen und haben neben einer Olivenölverkostung viel über die Insel und die Beiden erfahren. Nach dem netten Gespräch sind wir zu einem von den Beiden empfohlenen Strand gefahren. Auf dem Bild seht ihr übrigens Emilias „Kinderzimmer“ – sie ist so stolz auf ihr „Höhlen-Bett“ und zieht sich auch tagsüber gern dorthin zurück…

02.11.17/ Tag 61

Tageskilometer: 0km

Wetter: 24 Grad, sonnig 

Der Tag startet und endet in: Punta Braccetto


Es ist das größte Geschenk überhaupt dass wir 4 uns haben – und dass wir diese intensive Zeit miteinander verbringen dürfen. Die Erinnerungen an diese Reise werden bei den Kindern leider verblassen, aber wir versuchen sie so gut wie es geht zu konservieren. Für uns und für sie… 

01.11.17/ Tag 60

Tageskilometer: 0km

Wetter: 22 Grad, sonnig

Der Tag startet und endet in: Punta Brassetto


Wir mussten weit reisen um meinen Lieblings-Campingplatz zu finden. Nach 60 Tagen unterwegs, etwa 2500km von Osnabrück entfernt, haben wir diesen wundervollen kleinen Campingplatz entdeckt. Was ihn so besonders macht ? Es ist bestimmt nicht der Comfort (er hat lediglich 2 Sterne) oder die Lage (hier ist weit und breit gar nichts los). Aber es ist einfach ein Ort zum Seele baumeln lassen. Er liegt direkt am Meer und hat einen wunderschönen Strand vor der Tür. Das Personal ist freundlich, es ist sauber und jede Familie hat ihr eigenes Toilettenhäuschen, das sich mit Schlüssel abschließen lässt. Es ist ein sehr kleiner Campingplatz, es ist sehr ruhig, aber es sind mehrere junge deutschsprachige Familien hier, so dass Emilia gleich mehrere Freunde gefunden hat. Täglich kommt ein Bäcker und bringt frisches Gebäck, Mehrmals die Woche kommen abwechselnd ein Fischhändler, Obst- und Gemüsehändler, Käsehändler und Metzger vorbei. Nach so vielen ereignisreichen, mit tollsten Unternehmungen gefüllten Tagen, tut es gut sich mal einfach um Nichts kümmern zu müssen. Mal sehen wie lange ich Sven noch hier behalten kann- ihm kribbelt es schon in den Fingern und er möchte weiterfahren. Aber ein, zwei Tage müssen wir noch bleiben an diesem wunderbaren Ort (kleine Anmerkung am Rande: wir befinden uns hier auf der Höhe von Tunis, es ist Anfang November, wir haben nach wie vor täglich Strandwetter und wir waren heute mal wieder alle im Meer baden – abgesehen von Moritz natürlich…)

31.10.17/ Tag 59

Tageskilometer: 77km

Wetter: 24 Grad, sonnig

Der Tag startet in: Isola delle Correnti

Zwischenstop: –

Der Tag endet in: Punta Braccetto 


Man merkt erst wie wichtig einem etwas ist, wenn man es verliert. Wir hatten gestern gleich zwei elementare Dinge verloren: Unser Navi und Emilias Tonie Bobo, den sie zum Einschlafen immer hört. Die Laune am Tiefstpunkt haben wir abends noch das gesamte Wohnmobil auf den Kopf gestellt. Ohne Erfolg. Heute Morgen wusste Emilia auf einmal zumindest wo das Navi ist. „Ich hab es in den Mülleimer geschmissen. Weil es nicht schön war.“ Panik – den Müll hatten wir gestern noch entsorgt. Nützt alles nichts, wir mussten ohne Navi die Reise fortsetzen. Angekommen am Campingplatz in Punta Braccetto tauchte dann erst das Navi und später auch Bobo wieder auf. Jetzt können wir den wirklich schönen Campingplatz direkt am wunderschönen Strand auch in vollen Zügen genießen…
30.10.17/ Tag 58

Tageskilometer: 28km

Wetter: 24 Grad, sonnig

Der Tag startet in: Riserva Nationale Vendicari

Zwischenstop: –

Der Tag endet in: Isola delle Correnti


Die Wanderung durch das Naturschutzgebiet Vendicari ist sehr lohnenswert. Ein Pfad entlang von Seen und Salinen führt bis hin zum offenen Meer (und einem angeblichen Traumstrand) Entlang des Weges sieht man Flamingos, Komorane und viele weitere Vögel und Fische. Auch kommt man an einer alten Thunfischfabrik vorbei und es gibt ein ein kleines Museum. Zu unserer Verwunderung kostet der Nationalpark keinen Eintritt. Wir haben schon weitaus weniger für wesentlich mehr Geld geboten bekommen. Da es entlang des Weges aber gar keinen Schatten gibt, haben wir es zum besagten Traumstrand nicht geschafft. Das haben wir dann am Nachmittag nachgeholt – als wir zum südlichsten Punkt Siziliens gefahren sind (siehe Foto).

29.10.17/ Tag 57

Tageskilometer: 47km

Wetter: 24 Grad, sonnig

Der Tag startet in: Avola

Zwischenstop: Cavagrande

Der Tag endet in: Riserva Nationale Vendicari


Heute haben wir den dritten und letzten Geburtstag unserer Reise gefeiert – Sven ist 37 geworden. Kuchen zum Frühstück – Emilia war selig… Geplant war für heute ein entspannter Tag voll Nichtstun inklusive einem großen Grillfest mit Svens nigelnagelneuem Gasgrill. Da es uns auf dem Campingplatz aber nicht gut gefallen hat, sind wir spontan weiter gereist. Am Cavagrande, dem „Grand Canyon Siziliens“ wollten wir eine Wanderung machen. Aber der Wanderpfad war gesperrt – was die anderen Touristen aber nicht daran hinderte ihn zu betreten. Uns erschien er aber zu steil und gefährlich um ihn mit den Kindern zu laufen. Also haben wir uns mit Bier, Eis, Espresso und der netten Aussicht begnügt, bevor wir in ein Naturschutzgebiet gefahren sind. Hier hoffen wir Morgen auf für uns geeignetere Wanderwege…

28.10.17/ Tag 56

Tageskilometer: 67km

Wetter: 19 Grad, bewölkt 

Der Tag startet in: Brucoli

Zwischenstop in: Siracusa

Der Tag endet in: Avola (Camping Sabbiadoro)


Heute wollten wir uns eigentlich die Stadt Siracusa ansehen. Leider haben wir in der Stadt keinen geeigneten Parkplatz gefunden und sind dann irgendwann weiter auf den nächsten Campingplatz gefahren. Dieser liegt im absoluten Niemandsland – aber an einem wunderschönen Strand. 

27.10.17/ Tag 55

Tageskilometer: 104km

Wetter: 24 Grad, sonnig

Der Tag startet in: Calatabiano

Zwischenstop: –

Der Tag endet in: Brucoli


Wir sind erleichtert. Nachdem unsere Gasvorräte zu Neige gehen und wir entgegen unserer Erwartungen große Probleme hatten im „Wohnmobil-Land“ Italien Nachschub zu bekommen, hat es heute Morgen endlich geklappt. Nun können wir wieder unbesorgt heiss duschen, kochen, den Küglschrank aufdrehen und heizen… Happy sind wir weiter Richtung Süden gereist. In Brucoli haben wir einen ganz schönen Platz am Meer gefunden, wo wir einen entspannten Tag verbracht haben. Leider hatte Sven (mal wieder) kein Glück beim Angeln, so dass (mal wieder) Pasta auf unseren Tellern gelandet ist… 

26.10.17/ Tag 54

Tageskilometer: 41km

Wetter: 22 Grad, sonnig

Der Tag startet in: Giardini Naxos

Zwischenstop: Gola dell‘ Alcantara

Der Tag endet in: Calatabiano


Unseren geplanten Etna-Besuch haben wir nach intensiver Recherche doch abgesagt – auch wenn die Tour fantastisch klang, die Höhe von 3000m ist uns mit Moritz zu heikel und wir möchten kein Risiko eingehen. Spontan musste ein Alternativprogramm her – wir entscheiden uns für eine Wanderung durch die Schluchten aus Lavagestein am Fluss Alcantara. Unser Weg führt uns zum Teil sogar durch den (ziemlich kalten) Fluss. Mit Kindern auf jeden Fall ein Erlebnis, Emilia hat der Ausflug super gefallen. Am späten Nachmittag fahren wir wieder zurück zur Küste und springen nochmal kurz ins Meer bevor die Sonne untergeht (mittlerweile wird es bereits um kurz nach Sechs dunkel!)

25.10.17/ Tag 53 

Tageskilometer: 0km

Wetter: 21 Grad, sonnig

Der Tag startet und endet in: Giardini Naxos


Heute sind wir mit dem Bus nach Taormina gefahren. Die „Traumstadt Siziliens“ hat uns jetzt nicht total den Atem verschlagen, aber zum Flanieren ist es wirklich schön. Was unsere Aufmerksamkeit aber am meisten gefesselt hat, ist der alles überragende, schneebedeckte Etna, den wir den ganzen Tag über nicht aus den Augen verloren haben. Und nachdem wir den Ausflug mit einem leckeren Restaurantbesuch abgerundet haben, buchen wir kurzentschlossen einen Jeepausflug zum Etna. Wir freuen uns sehr und hoffen dass den Kindern der Ausflug Spaß macht – denn mit ihrer Laune steht und fällt Alles…

24.10.17/ Tag 52

Tageskilometer: 187km

Wetter: 19 Grad, windig

Der Tag startet in: Tropea

Zwischenstop: Shoppingmall in Rizziconi

Der Tag endet in: Giardini Naxos


Heute sind wir auf Sizilien angekommen. Vormittags waren wir noch ausgiebig in einer Mall shoppen und essen und sind dann am Nachmittag auf die Fähre gefahren. Sizilien, die größte Insel des Mittelmeers, begrüßt uns mit Regen und kaltem Wind. Aber der Wetterbericht verspricht Besserung. Nun haben wir 2,5 Wochen für die Erkundung der Insel… Wir sind sehr gespannt und hochmotiviert! Eines unserer begehrten Ziele, den Etna, konnten wir heute schon aus der Ferne beobachten. Die Spitze ist bereits schneebedeckt (laut unseren Stellplatznachbarn ist der Schnee erst gestern Nacht gefallen)… 

23.10.17/ Tag 51

Tageskilometer: 0km

Wetter: 19 Grad, windig

Der Tag startet und endet in: Tropea


Heute war es richtig stürmisch. Das ruhige Mittelmeer war nicht wiederzuerkennen. Aber bis auf einen kurzen (aber heftigen) Regenschauer war es trocken und zeitweise sogar sonnig. Unentschlossen ob wir noch einen Tag bleiben oder weiterreisen wollen, hat uns Emilia die Entscheidung abgenommen. Denn sie hat hier eine Freundin gefunden und die Zwei liefen schon gestern den ganzen Nachmittag und Abend Hand in Hand über den Campingplatz. Das war nicht nur zuckersüß sondern auch richtig entspannt für uns… Heute waren wir dann spontan mit der anderen Familie in der Stadt. Während die Mädels größtenteils Hand in Hand umher liefen, hatten wir Eltern reichlich Zeit uns über Reiseerfahrungen auszutauschen. Ein schöner Tag! 

22.10.17/ Tag 50

Tageskilometer: 44km

Wetter: 25 Grad, sonnig

Der Tag startet in: Pizzo

Zwischenstop: Tropea

Der Tag endet in: Tropea


Heute sind wir in Tropea. Der Ort ist wunderschön. Was man vom hiesigen Campingplatz allerdings nicht unbedingt behaupten kann… Aber zum Wäsche waschen reicht es wohl. Außerdem haben wir hier, nachdem wir die letzten Tage schon das Gefühl hatten, die letzten übrig gebliebenen Touristen in Kalabrien zu sein, endlich mal wieder Nichteinheimische getroffen. Gleich neben uns „wohnen“ zwei weitere Familien auf Elternzeitreise. Es war nett mit Gleichgesinnten zu plaudern…

21.10.17/Tag 49

Tageskilometer: 124km

Wetter: 25 Grad, sonnig

Der Tag startet in: Simeri Mare

Zwischenstop in: Lamezia Terme

Der Tag endet in: Pizzo


Nach einem entspannten Start in den Tag fahren wir weiter nach Lamezia Terme – mal wieder zu einer heißen Schwefelquelle. Bei 25 Grad Außentemperatur und 37 Grad Wassertemperatur fühlt sich auch Moritz pudelwohl im Wasser. Und Emilia – die war gar nicht aus dem Wasser zu kriegen. Einzig der „faule Eier“-Geruch ist sehr gewöhnungsbedürftig. Der haftet uns irgendwie immernoch in der Nase, obwohl wir anschließend ausgiebig geduscht haben…

20.10.17/ Tag 48

Tageskilometer: 51km

Wetter: 24 Grad, sonnig 

Der Tag startet in: Buturo

Zwischenstop: –

Der Tag endet in: Simeri Mare


Heute Morgen sind wir wieder zurück zur Küste gefahren. Da unser Reiseführer nur eine Tour durch die Berge vorschlägt und diesen Küstenabschnitt auslässt, sind wir auf gut Glück zum Meer gefahren. Hier stehen wir wieder total einsam direkt am Strand. Und einem kleinen Park mit Spielplatz direkt vor der Tür. Kurz nach unserer Ankunft – wir nahmen gerade unseren Mittagssnack, Tomaten mit Büffelmozzarella zu uns, klopfte Luis an unsere Wohnmobiltür. Luis ist, wie sich herausstellte, der Platzwart des Parks. Er hieß uns herzlich willkommen und sagte, falls wir etwas bräuchten, Wasser fürs Wohmobil oder Getränke z.B., sollen wir uns gerne melden. Unsere Frage nach frischem Fisch musste er aber verneinen- die Fischer seien alle leider schon weg. Für Morgen ließe sich sicher etwas organisieren. Sichtlich enttäuscht, dass wir nur eine Nacht bleiben, ging er wieder an die Arbeit. Kurz vor Feierabebd brachte er uns noch einen regionalen Kräuterschnaps und Süßigkeiten für Emilia und verabschiedete sich. Wir sind total angetan von der Gastfreundschaft und Kinderliebe der Italiener. Apropos Kinder – heute habe ich offiziell den Kampf, Moritz vom Sand fernzuhalten, aufgegeben. Das Ergebnis seht ihr auf dem Foto. Falls jemand ne Idee hat wie man eine Strandmuschel zum Laufstall umfunktionieren kann – wir brauchen sie…

19.10.17/ Tag 47

Tageskilometer: 230km

Wetter: 23 Grad, sonnig

Der Tag startet in: Villapiana

Zwischenstops: unzählige…

Der Tag endet in: Buturo


Wir sind ja hartnäckig:  Wir wollten den kalabrischen Bergen noch eine Chance geben. Wir haben heute alles versucht. Aber es soll wohl nicht sein… Unser Ziel: Das Sila Gebirge. Wir haben es in der Sila Grande versucht – hier war die Hauptstraße gesperrt – die Umleitung war uns mit unserem „Schiff“ zu riskant. Nach einer längeren Verschnaufpause (Kinder sitzen nunmal nicht gerne stundenlang im Kindersitz) haben wir den zweiten Anlauf gewagt. Ein vielversprechender Agriturismo-Stellplatz in der Sila Piccola mit toller Gaststätte, grossem Spielplatz und netten Gastgebern, die gute Wanderkarten und Routenempfehlungen aussprechen – genau das was wir uns erträumen. Fast 4 Stunden brauchen wir für die Anfahrt. Größtenteils mit 30km/h geht es durch die Berge. Die Laune der Kinder könnt ihr euch ja in etwa ausmalen… Und als wir ankommen finden wir NICHTS vor- außer diesem heruntergekommenen Gebäude, bei dem man nur mit ganz viel Fantasie erahnen kann, dass es sich mal um ein Restaurant gehandelt hat. Zum Weiterfahren sind wir heute zu faul. Aber Morgen früh geht es wieder zur Küste – die Berge können uns gestohlen bleiben…

18.10.17/ Tag 46

Tageskilometer: 0km

Wetter: 24 Grad, sonnig

Der Tag startet und endet in: Villapiana


Es ist großartig hier. Wir hatten so einen schönen Tag. Ein menschenleerer Strand und dieser betonierte, schattenspendende Pavillion direkt vor unserer „Haus“-Tür sind wie geschaffen für uns. Es war so entspannt. 

17.10.17/ Tag 45

Tageskilometer: 161km

Wetter: 26 Grad, sonnig

Der Tag startet in: Sapri

Zwischenstops in: Latronico, Cerchiara di Calabria

Der Tag endet in: Villapiana


Wir sind in Kalabrien, der „Stiefelspitze“ Italiens angekommen. Hier geht es ruhig zu. Zu dieser Jahreszeit verliert sich kaum ein Tourist hierher. Hier gibt es keine großen Städte, nur ganz viel Küste und BERGE. Bereits gestern wirkten die Berge unglaublich einladend auf uns. Heute folgten wir ihrem Ruf und verließen die Küste. In Latronico machten wir den ersten Zwischenstop, hauptsächlich wegen des guten Wohnmobilstellplatzes und der Möglichkeit zu ver- und entsorgen. Einen Spaziergang durch das an die Berge gequetschte Dorf lassen wir uns aber nicht nehmen. Überall sitzen die Bewohner vor ihren Häusern, grüßen freundlich und streicheln Emilia liebevoll über den Kopf. Wir fühlen uns willkommen. Nach einer halben Stunde haben wir aber alles gesehen und fahren weiter. Unser Ziel: der Monte Pollino. Im Ort Santa Maria dell’Armi soll man einen Superblick über die  gesamte Küstenebene haben. Wir kurven durch die Serpentinen, allein die Fahrt ist ein absoluter Genuss. Bis wir an einer Stelle nicht mehr weiter kommen. Die Steigung ist zu steil für Lizzy. Ein spektakuläres Wendemanöver und 5 Fahrtminuten später entdecken wir die Gaststätte „Emilio“. Hier machen wir Halt um und zu sortieren und neu zu planen. Beim Betreten der Gaststätte werden wir überrascht angeschaut aber nach Svens „Frage“ „Mangare?“ absolut freundlich empfangen. Hier scheint sich seit Tagen kein Gast mehr hin verirrt zu haben. Die Auswahl ist sehr begrenzt, aber aus den wenigen vorhandenen Lebensmitteln wird uns ein 2 Gänge Menü gezaubert. Pappsatt zeigt uns Emilio stolz noch seinen Hof inklusive des saisonbedingt mittlerweile geschlossenen Schwimmbads mit Wasser einer heißen Quelle, während seine Mutter, die Köchin des Hauses ganz vernarrt mit Moritz spielt. Wir verabschieden uns und fahren wieder zur Küste (diesmal zur Ostseite, hier unten ist Italien sehr „schmal“) Hier stehen wir traumhaft direkt am Strand. Was für ein Tag! 

16.10.17/ Tag 44

Tageskilometer: 88km

Wetter: 26 Grad, sonnig

Der Tag startet in: Castellabate 

Zwischenstop: –

Der Tag endet in: Sapri


Was ich am meisten am Wohnmobilreisen liebe? Die Flexibilität! Alles kann, nichts muss… Nach dem tollen Strandtag gestern entschieden wir, noch einen weiteren Tag in Castellabate zu bleiben. Doch heute klappte es mit dem Schlaf unserer Kinder nicht so recht. Übermüdet waren sie kaum zu ertragen… kurzerhand entschieden wir weiterzufahren. Binnen 15 Minuten waren wir startklar und keine 2 Minuten später schliefen beide Kinder. Die Fahrt war Balsam für die Seele. Die Kids schlummerten friedlich und wir genossen Traumaussichten auf Berge und Meer. Und das Abendessen konnten wir mit zwei entspannten Kindern vor dieser Traumkulisse genießen. Inprovisation ist Alles…

15.10.17/ Tag 43

Tageskilometer: 0km

Wetter: 27 Grad, sonnig

Der Tag startet und endet in: Castellabate 


Nach Regen kommt immer Sonne. Die Ameisen sind besiegt und wir hatten einen richtig tollen Tag. Lizzy parkt 50m von diesem schönen Strand. Ich war den ganzen Tag am Strand und hatte abwechselnd Gesellschaft von Sven, Moritz und Emilia, die sich nach Lust und Laune zum Schlafen ins Wohnmobil verzogen. Entspannter gehts kaum…

14.10.17/ Tag 42

Tageskilometer: 95km

Wetter: 25 Grad, sonnig

Der Tag startet in: Pompeji

Zwischenstop: Eboli (Golf von Salerno)

Der Tag endet in: Castellabate


Wenn man IM Wohnmobil eine Ameisenstrasse findet und den halben Tag damit verbringt das Wohnmobil auszuräumen, tausende Ameisen zu vernichten, das Wohnmobil zu putzen und anschließend wieder einzuräumen, viel zu spät los kommt um noch eine Unternehmung zu starten, zu einem Stellplatz am Strand fährt um wenigstens am folgenden Tag startklar für einen Badetag zu sein und der Stellplatz sich aber als zugemüllter Treffpunkt für Prostituierte und ihre Freier herausstellt – ja dann darf man auch mal schlechte Laune haben… SCHEIß TAG! Wir sind dann abends noch nach Castellabate gefahren und hoffen auf einen schönen Strandtag Morgen! Zumindest der Parkplatz sieht einladend aus. Moritz hat die Putzaktion übrigens in seiner Federwiege unter „unserem“ Mandarinenbaum verpennt – wenigstens einer von uns hatte einen halbwegs guten Tag.

13.10.17/ Tag 41

Tageskilometer: 0km

Wetter: 25 Grad, sonnig

Der Tag startet und endet in: Pompeji


Ein langer, anstrengender, aber toller Tag geht zu Ende. Erste Herausforderung war es, den Zug um 8:17 Uhr von Pompeji nach Sorrento zu kriegen, um pünktlich um halb Zehn zum Start unserer Bootstour am Hafen zu sein. Puuuuh… Vor den Kindern sind wir bis dato noch nicht aufgestanden, geschweige denn dass wir uns hier mal einen Wecker gestellt haben… Aber als wir erstmal an Bord waren, war alles super. Die Amalfiküste per Boot zu bereisen war wirklich eine gute Idee – aus dem Wasser sieht die Felsküste unglaublich beeindruckend aus. Unser Boot hat in Positano und Amalfi angelegt, wo wir jeweils 2 Stunden Aufenthalt hatten. In Positano (siehe Bild) habe ich mich ein wenig verliebt. Ein Traum fürs Auge und für Fans von kleinen Boutiquen… leider ein Alptraum für Kinderwägen und müde Kleinkinder, da die Stadt quasi nur aus Treppen besteht. In Amalfi angekommen hatten wir Bärenhunger und 2 schlafende Kinder. Wir verbrachten somit die zur Verfügung stehende Zeit in einem Restaurant. Bei einem Glas Wein und dem 4-Gänge Amalfi Menü konnten wir den Nachtisch nur noch schnell reinschaufeln um unser Boot nicht zu verpassen… 

12.10.17/ Tag 40

Tageskilometer: 0km

Wetter: 25 Grad, sonnig

Der Tag startet und endet in Pompeji


Heute sind wir mit der Circumvesuviana nach Sorrento gefahren. Nach Wohnmobil, Bus, Straßenbahn, Boot und Fahrrad kam heute der Zug als Verkehrsmittel dazu. Allein die Fahrt war für Emilia schon total spannend. In Sorrento kann man sehr schön flanieren. Dort haben wir auch einen Vorgeschmack auf die traumhafte Amalfiküste bekommen, für die wir Morgen einen Bootsausflug gebucht haben (für Wohnmobile ist die Amalfiküste kaum geeignet, da viel zu eng). Am Nachmittag haben wir dann auf dem Campingplatz entspannt. Und ich habe unsere Fähre für den Heimweg gebucht: Am 12.11 fahren wir von Palermo nach Genua. Und damit ist die Entscheidung gefallen: Sardinien, das Ziel, auf das ich mich am meisten gefreut habe, ja das der eigentliche Grund für unsere Italienreise ist, werden wir nicht mehr schaffen. Die Entscheidung haben wir uns nicht leicht gemacht, aber es fühlt sich gut an sie endlich getroffen zu haben. Wir möchten uns für Süditalien und Sizilien Zeit lassen, uns nicht hetzen und nichts auslassen. Und auf Sardinien verbringen wir dann unseren nächsten Urlaub…

11.10.17/ Tag 39

Tageskilometer: 0km

Wetter: 25 Grad, sonnig

Der Tag startet und endet in: Pompeji


Heute haben wir uns die Ruinen von Pompeji angesehen. Von unserem Campingplatz sind es nur ein paar Gehminuten zum Haupteingang. Für geschichtsinteressierte definitiv ein Muss. Für uns, mit Baby und Kleinkind, eher suboptimal. Emilia konnte verständlicherweise noch nichts mit dem Thema anfangen und die knallende Sonne und kaum Schatten haben nicht unbedingt zur Stimmungshebung beigetragen 😉 Unser Rat: Spart euch die 30€ wenn ihr mit kleinen Kindern unterwegs seid. Solltet ihr es doch wagen: Lasst den Kinderwagen zu Hause (wir Optimisten hatten gleich zwei im Schlepptau) und spart euch den Audioguide (für uns keinerlei wirklich interessante Infos)…

10.10.17/ Tag 38

Tageskilometer: 40km

Wetter: 23 Grad, bewölkt

Der Tag startet in: Vulkan Vesuv

Zwischenstop: –

Der Tag endet in: Pompeji


Heute haben wir den Vesuv bestiegen. Vom Wanderparkplatz (auf dem wir übernachtet haben) sind es noch 1700m und 165 Höhenmeter, bis man ganz oben angekommen ist und in den Schlot des Vulkans blicken kann. Ein absolut lohnenswerter Aufstieg mit Traumaussichten auf Neapel, Pompeji und das Mittelmeer. Emilia ist den gesamten Weg rauf und wieder runter alleine gelaufen. Und Moritz hat das ganze Spektakel in der Babytrage verschlafen… Anschließend sind wir nach Pompeji gefahren. 40km (mit einigen Umwegen) Höllentrip. Das „Highlight“ war, als das Navi den Befehl gab auf der Autobahn zu wenden, gefühlte 15 Minuten bei der Ansage blieb und einfach keine Ausfahrt kam. Das ganze begleitet von Moritz Geschrei, der, nachdem er den ganzen Vormittag verschlafen hat, gar keine Lust auf den Maxi Cosi hatte. Aber jetzt haben wir es uns auf dem Campingplatz Zeus gemütlich gemacht und bleiben ein paar Tage hier…

09.10.17/ Tag 37

Tageskilometer: 167 km

Wetter: 23 Grad, bewölkt 

Der Tag startet in: Terracina

Zwischenstop in: Vulkan Solfatara

der Tag endet in: Vulkan Vesuv


Heute haben wir den Großteil des Tages auf Italiens (je südlicher wir kommen schlechter werdenden) Straßen verbracht. Unser eigentliches Ziel, ein Campingplatz auf dem Vulkan Solfatara hatte leider unerwartet geschlossen, also sind wir am späten Nachmittag noch auf den Vesuv gefahren. Und haben spontan entschieden hier oben, bei wunderschöner Aussicht auf Neapel, zu übernachten. Wir sind uns der Bedeutung durchaus bewusst, dass wir auf dem einzigen noch aktiven Vulkan des europäischen Festlandes, wenige Hundert Meter vom Krater entfernt, nächtigen. Morgen Vormittag erklimmen wir dann den „Gipfel“…

08.10.17 / Tag 36

Tageskilometer: 0km

Wetter: 24 Grad, sonnig

Der Tag startet und endet in: Terracina


Eigentlich überlasse ich ja nicht gern etwas dem Zufall, aber als Zwischenstop zwischen Rom und Neapel haben wir einfach geschaut was in etwa in der Mitte liegt, ohne großartig über den Ort zu recherchieren. Gelandet sind wir also mehr oder weniger zufällig in Terracina und hatten hier einen tollen Tag am dem bisher schönsten Strand unserer Tour…

07.10.17/ Tag 35

Tageskilometer: 120km

Wetter: 22 Grad, sonnig

Der Tag startet in: Rom

Zwischenstop: Castel Gandolfo

Der Tag endet in: Terracina
Bevor wir Rom heute Mittag verlassen haben, haben wir nochmal die wirklich außergewöhnlich guten sanitären Einrichtungen unseres Campingplatzes genossen. Im speziell für Kinder angelegten Waschhaus haben die Kinder gebadet. Für alle 4 von uns ein Vergnügen. Den Nachmittag haben wir in Castel Gandolfo verbracht – die Sommerresidenz der früheren Päbste ist seit Fernbleiben des Pabstes relativ ruhig, aber für einen Nachmittagscappucino abseits des trubeligen Roms ganz nett. Am frühen Abend haben wir uns Richtung Küste aufgemacht. Nun stehen wir in Tarracina und hoffen auf einen schönen Strand… 

06.10.17/ Tag 34

Tageskilometer: 0km

Wetter: 25 Grad, bewölkt

Der Tag startet und endet in: Rom


Yes, we did it! Rom war ein absoluter Erfolg. Wir hatten einen unglaublich tollen Tag. Wir haben viel mehr gesehen als ich zu hoffen gewagt habe und das ohne einen Hauch von Stress. Emilia hat sich von ihrer allerbesten Seite gezeigt und war herzallerliebst, während Moritz im Wechsel an Svens Brust schlief oder aus dem Kinderwagen Passanten angrinste. Spontan haben wir uns für eine „Hop-On/Hop-Off-Tour“ entschieden und es war eine sehr gute Entscheidung. Emilia liebt Busfahren und die Kopfhörer waren der Knaller für sie. Und wir haben uns viele Laufwege gespart. Würden wir immer wieder genauso machen… 

05.10.17/ Tag 33

Tageskilometer: 13km

Wetter: 26 Grad, Sonne

Der Tag startet in: Rom (Rastplatz an der Autobahn) 

Zwischenstop: –

Der Tag endet in: Rom (Campingplatz Village Flaminio

Wollen wir uns und den Kindern das wirklich antun? Bis gestern waren wir uns nicht sicher ob wir nach Rom möchten oder nicht… Aber nun bezogen wir heute Morgen unser Quartier bzw. den wirklich tollen Campingplatz Village Flaminio in Rom und wollen es Morgen wagen: Rom mit Baby und Kleinkind an einem Tag. Falls noch jemand auf die Schnelle einen guten Tipp für Rom hat (abgesehen von „Passt auf eure Wertsachen auf“) – immer her damit! Und nun zum Bild: Man fülle eine Reisebadewanne (jede große Schüssel tut es auch) mit ein paar Litern Wasser. Fertig ist das ultimative Bespassungsprogramm für Baby und Kleinkind. Denn während Emilia fleißig planschte und Moritz ihr vergnügt zuschaute konnten wir in Ruhe unseren morgigen Romrundgang planen…

04.10.17/ Tag 32

Tageskilometer: 174km

Wetter: 26 Grad, Sonne

Der Tag startet in: Saturnia

Zwischenstop in: Capalbio (Giardino dei Tarocchi)

Der Tag endet in: Rom


Bevor wir die Toskana heute verlassen, stand noch ein letztes Ziel auf meinem Wunschzettel: Das Lebenswerk der Künstlerin Niki de Saint-Phalle, ein von Gaudi inspirierter Garten in dem die Künstlerin viele mit Spiegeln und bunten Keramikfliesen verzierte Figuren gestaltet hat. Und wer hätte geahnt dass wir eine kleine Kunstliebhaberin an Bord haben? Emilia war total fasziniert und wollte gar nicht wieder weg. Aber da man die Figuren alle anfassen darf und in einige sogar hineinklettern kann, ist es auch tatsächlich eine durchaus interessante Unternehmung mit Kindern. 

03.10.17/ Tag 31

Tageskilometer: 99km

Wetter: 25 Grad, vormittags sonnig, nachmittags bewölkt

Der Tag startet in: Rispescia

Zwischenstop: Talamone

Der Tag endet in: Saturnia

Der gestrige Abend endete überraschenderweise noch feucht-fröhlich. Hungrig und kochfaul suchten wir am Abend nach einem Restaurant und landeten mehr oder weniger zufällig im Ristorante da Remo in Rispescia. Was für ein Glückstreffer. Lizzy parkte direkt davor und die Kids schliefen friedlich, während wir mit Babyphone bestückt gefühlt sämtliche Köstlichkeiten des Meeres probiert haben. Der Wirt des total sympathischen Familienbetriebs lud uns ein auf seinem Grundstück zu übernachten und am Tisch neben uns wurde ein italienischer Geburtstag gefeiert, zu dem wir spontan dazugeladen wurden. Ein unvergesslich schöner Abend, der heute allerdings seine Spuren hinterließ… Daher ließen wir es ganz entspannt angehen: nach einem kurzen Zwischenstop am Strand von Talamone, verbrachten wir den Tag in den heissen Thermalquellen in Saturnia (siehe Foto) – fast unglaublich was die Natur hier geschaffen hat…

02.10.17/ Tag 30

Tageskilometer: 8km

Wetter: 25 Grad, Sonne

Der Tag startet in: Alberese

Zwischenstop: –

Der Tag endet in: Rispescia

Heute haben wir eine Fahrradtour durch die wunderschöne Maremma gemacht. Bei unserem Picknick bekamen wir auf einmal ungewohnte Gesellschaft. Aber der Fuchs hat selbstverständlich nichts von unseren Snacks abbekommen (auch wenn er sehr aufdringlich gebettelt hat)

01.10.17/ Tag 29

Tageskilometer: 55km

Wetter: 25 Grad, bewölkt und teils regnerisch

Der Tag startet in: Punta Ala

Zwischenstop: Shopping Mall Marema

Der Tag endet in: Alberese


Eigentlich gibt es für uns nur einen Grund auf Campingplätze zu fahren: unsere Schmutzwäsche. Denn auch wenn wir uns nicht bei jedem Fleck (und mit Spuckkind Moritz gibt es ständig überall Flecken) sofort umziehen: Einmal die Woche ist bei uns Waschtag. 2-3 Maschinen sind dann Pflicht – was uns, da die meisten Campingplätze spärlich ausgestattet mit Waschmaschinen sind, einen ganzen Tag an den Campibgplatz bindet. Diese Pausentage zu akzeptieren fiel mir bei unserer ersten Elternzeitreise schwer, schließlich könnte man den Tag viel besser nutzen als den ganzen Tag auf dem Campingplatz auf die nächste freie Maschine zu warten. Aber stellt man sich von Anfang an darauf ein, sind diese Pausentage ja doch ganz nett… 

30.09.17/ Tag 28

Tageskilometer: 0km

Wetter: 24 Grad, sonnig

Der Tag startet und endet in: Punta Ala


Heute haben wir Geburtstag gefeiert. Emilia ist 3 Jahre alt geworden. Es gab, wie Emilia es sich gewünscht und JEDEM auf dem Campingplatz erzählt hat, Kuchen mit Schokolade und Smarties. Und Luftballons, Geschenke und Kerzen zum Auspusten… Und wir wurden geschätzt 20 Mal aufgefordert zu singen – aber bloß nicht „Happy Birthday“ , das darf nur sie selbst singen… Und die „Bänder“ (sie meint Luftschlangen) brauche ich nicht Mama… Sie hat anscheinend ganz klare Vorstellungen wie so eine Geburtstagssause abzulaufen hat. 

3 Jahre Mama – ein Brief an meine Tochter

Liebe kleine, große Emilia,

heute ist dein 3. Geburtstag und ich staune mal wieder, wie schnell die Zeit vergeht. Erinnerungen und Gedanken durchströmen meinen Kopf. Heute vor drei Jahren wurdest du mir um 17:20 Uhr zum ersten Mal in die Arme gelegt. Ich werde unsere erste Begegnung, nie, nie vergessen! Mit deinen kleinen, großen Augen hast du mich angesehen und mich von Jetzt auf Gleich zur Mama gemacht.

Ich war 31 Jahre alt und hatte das Gefühl dass ich alles schaffen kann, dass ich alles unter Kontrolle habe und dass alles genau so laufen wird wie ich es möchte. Doch dann kamst du und verändertest mein Leben. Du hast mich geerdet und mir so viel über mich beigebracht. Dass ich zwar Präsentationen vor einem Dutzend männlicher Topmanager halten kann, aber in Tränen ausbreche, weil das Stillen nicht klappt oder du nicht in den Schlaf findest.

Du warst ein tolles Baby. So süß und pflegeleicht. Für uns warst du perfekt und bist es auch heute noch. Du bist klug, aufmerksam, hübsch, mutig, wild und so wunderbar begeisterungsfähig. Du bist eine liebevolle Puppenmama und leidenschaftliche Köchin. Du hast so einen starken Willen und bist schon so selbstständig. Du bist die liebevollste große Schwester die sich Moritz nur wünschen kann. Du hast ein großes Herz und du bist noch so klein und doch schon so groß.

Du bist die, mit der das große Abenteuer begann. Dieses Chaos aus Überglücklich- Sein und Durchdrehen-Wollen, das ich nie mehr missen möchte. Du bist die, die mir gezeigt hat, was es heißt Verantwortung für einen anderen Menschen zu übernehmen und bedingungslos zu lieben. Mit dir wurden wir eine Familie und ich bin so froh, dass ausgerechnet du es warst, die uns zu Eltern gemacht hat.

Danke, dass du mein Leben so ungemein bereicherst!

In ewiger Liebe,

deine Mama

 

 

Elternzeit 2.0 – Pic of the day Vol. II

Wir sind derzeit mit unseren Kids Emilia (3 Jahre) und Moritz (5 Monate) auf Elternzeitreise. Näheres zu unserer Reise könnt ihr hier nachlesen. Hier erscheint, sofern es die Internetverbindung zulässt, täglich unser Bild des Tages. 

Den ersten Teil der Serie findet ihr hier.

29.09.17/ Tag 26

Tageskilometer: 35km

Wetter: 25 Grad, meist sonnig

Der Tag startet in: Grosetto

Zwischenstop: –

Der Tag endet in: Punta Ala 


Wir sind wieder an der Küste angekommen. Haben den ganzen Tag am Strand bzw. auf dem Campingplatz das Zusammensein genossen. Eigentlich hätten wir dringend Wäsche waschen müssen, aber selbst das haben wir nicht organisiert bekommen. Wenn Pause, dann richtig 🙂 Morgen ist ja auch noch ein Tag…

28.09.17/ Tag 25

Tageskilometer: 140km

Wetter: 25 Grad, meist sonnig

Der Tag startet in: Montepulciano

Zwischenstop: Bagni San Fillipo

Der Tag endet in: Grosseto


Heute sind wir um Montepulciano gewandert. Die Wanderung hatte es ganz schön in sich und wir schleppten uns (und die Kinder) mit letzter Kraft zur Lizzy. Danach haben wir uns ein wenig Wellness verdient. Also auf zu dem heißen Thermalquellen San Filippo. Mitten im Wald ergießt sich ein vermeintlich gefrorener Wasserfall. Bei näherem Hinsegen entpuppt sich die weiße Farbe als Kalk. Viele kleine verschiedene Becken haben Temperaturen um die 37 Grad – so dass auch Moritz mit ins Wasser konnte…

27.09.17/ Tag 24

Tageskilometer: 79km

Wetter: 25 Grad, Sonne

Der Tag startet in: Siena

Zwischenstop: –

Der Tag endet in: Montepulciano


Was für ein wunderschöner Tag. Heute fiel es mir richtig schwer das „Pic of the day“ auszuwählen – der Tag war einfach perfekt (und unser Quengelgeist von gestern wie ausgewechselt). Den Vormittag haben wir in Siena verbracht -eine tolle Stadt. Die Kathedrale gehört definitiv zu den schönsten Bauwerken die ich je gesehen habe. Nachmittags sind wir dann nach Montepulciano gefahren. Wir stehen hier ganz einsam mitten in der Natur mit einer grandiosen Aussicht. La dolce Vita!!! 

26.09.17/ Tag 23

Tageskilometer: 39km

Wetter: 25 Grad, Sonne

Der Tag startet in: Greve

Zwischenstop: –

Der Tag endet in: Siena


Heute waren wir in Greve, dem Hauptort des Chianti. Und während Moritz gut gelaunt die Gegend beobachtet hat, hat uns Emilia mit ihrer Laune ziemlich den Tag vermiest. Wir haben wirklich alles versucht. Waren lange auf dem Spielplatz, es gab das obligatorische Erdbeereis und sie durfte sogar zwischenzeitlich in Moritz Trage. Ihre Laune war unerträglich. Einziger Lichtblick war, als wir auf der schönen Piazza Matteotti Spaghetti Vongole essend saßen und Madame vergnügt Pommes Frites in Mayonnaise tunkte. Aber kurze Zeit später war ihre Laune auch wieder im Keller. An alle die heute auf dem Wohnmobilstellplatz in Greve standen:  Wir haben Emilia lediglich den weiteren Konsum von Süßigkeiten untersagt. Und Haare gewaschen sowie die Zähne geputzt –  Auch wenn es sich nach weitaus Schlimmerem anhörte…

25.09.17/ Tag 22

Tageskilometer: 63km

Wetter: 23 Grad, Sonne

Der Tag startet in: San Gimignano 

Zwischenstop: – 

Der Tag endet in: Greve


Heute waren wir in San Gimignano. Auch wenn der Ort sehr überlaufen ist, ist er definitiv sehenswert und wunderschön. Wenn ihr mal da seid: Unbedingt auf einen der beiden Türme steigen – von dort hat man einen grandiosen Ausblick über die Toskana. Ich wollte auch unbedingt hoch und Sven bot mir an, in der Zeit mit den Kids im Café zu warten. Aber Emilia wollte unbedingt mit mir mit. Ich warnte sie, dass wir SEHR viele Stufen steigen müssen, aber sie lies sich nicht beirren. Also brachen wir zu unserem Ausflug auf. Und was soll ich sagen ? Alle Besucher waren sprachlos, wie mühelos Emilia den Turm erklomm. Und es war eine wunderschöne Mutter-Tochter-Auszeit. Das machen wir jetzt öfter… 

und weil ich so stolz auf sie bin und sie heute so lieb war, hier noch ein Schnappschuss von ihr von ihrem Lieblingsmoment des Tages: 


24.09.17/ Tag 21

Tageskilometer: 91km

Wetter: 20 Grad, Regen

Der Tag startet in: Calci

Zwischenstop: – 

Der Tag endet in: San Gimignano 


Schlechtwettertag. Am Morgen machen wir einen kleinen Rundgang durch den Ort Calci und sind gerade noch rechtzeitig am Wohnmobil, bevor es zu regnen beginnt. Den Mittagsschlaf der Kinder nutzen wir für die Fahrt nach San Gimignano. Die Besichtigung des beliebten Ortes müssen wir aber auf Morgen verschieben, da das Wetter heute den ganzen Tag nicht mehr besser wird. Also machen wir es uns gemütlich und malen, lesen, schlafen und spielen. Tut auch mal gut… Für Morgen wünschen wir uns aber wieder ganz viel Sonnenschein…
23.09.17/ Tag 20

Tageskilometer: 0km

Wetter: 24 Grad, sonnig

Der Tag startet und endet in: Calci

Wir haben heute eine wunderschöne Wanderung gemacht. Wir sind von dem Dörfchen Montemagno auf den Berg Varruca gewandert. Dabei haben wir stets eine fantastische Aussicht auf die Toskana genossen. Der Aufstieg von fast 400 Höhenmetern hatte es in sich und war schon für mich (mit Moritz in der Trage) nicht ohne. Emilia hat zwar zwischendurch gemeint, sie könne nicht mehr, ist aber mit Sven an ihrer Seite, der ihr stets gut zugesprochen hat, den kompletten Weg hoch gelaufen. Den Abstieg hat sie dann in der Kraxe auf Svens Rücken verschlafen. Den Mittagschlaf hat sie sich mehr als verdient! Auf dem Bild seht ihr uns während einer Pause inmitten von Olivenbäumen… 

22.09.17/ Tag 19

Tageskilometer: 52km

Wetter: 24 Grad, sonnig

Der Tag startet in: Viareggio

Zwischenstop: –

Der Tag endet in: Calci


Huch, da ist wohl jemand in seiner Aufsichtsschicht eingeschlafen… Aber bei so entspannten Kids kann das ja mal passieren. Wir hatten heute einen tollen Strandtag in Viareggio. Und da die Saison trotz bestem Wetter hier vorbei zu sein scheint, hatten wir den Strand fast für uns. Nur die lästigen Strandverkäufer haben noch nicht aufgegeben und versuchen immernoch ihren Ramsch zu verkaufen…
21.09.17/ Tag 18

Tageskilometer: 28km

Wetter: 24 Grad, sonnig

Der Tag startet in: Lucca

Zwischenstop: –

Der Tag endet in: Viareggio

Heute waren wir in Lucca. Was für ein schönes Ziel – Können wir uneingeschränkt weiterempfehlen. Um die sehr gut erhaltene Altstadt gibt es einen Grüngürtel auf der ehemaligen Stadtmauer. Hier kann man bei toller Aussicht wunderschön spazieren und kommt an allen Sehenswürdigkeiten Luccas vorbei. Emilia war den ganzen Tag auf ihrem Laufrad unterwegs und hatte richtig Spaß ! Und Moritz – der liebt mittlerweile die Trage und schlummerte friedlich abwechselnd an Mamas oder Papas Brust. Am frühen Abend waren wir dann noch auf der Kirmes in Lucca – Emilia war glückselig. Nun sind wir zur Küste weitergefahren und können Morgen direkt mit einem Strandausflug starten… 

20.09.17/ Tag 17

Tageskilometer: 114km

Wetter: 26 Grad, Sonne, Sonne, Sonne

Der Tag startet in: Fiesole

Zwischenstop in: Scandicci

Der Tag endet in: Lucca


Manchmal läuft nicht alles nach Plan. Bewusst wollten wir Florenz von Fiesole aus erkunden – wir ahnten dass es der Verkehr in Florenz in sich hat. Bei unserer Anfahrt nach Fiesole musste allerdings unser hinteres, rechtes Blinklicht dran glauben. Die gelben Engel haben uns ganz unkompliziert einen Termin zur Reperatur in Scandicci vereinbart. Also planten wir um: Lizzy nach Scandicci bringen und von dort aus mit der Straßenbahn nach Florenz. Doch von Fiesole nach Scandicci mussten wir morgens um 9 Uhr mitten durch Florenz. Und dann zur Rush-Our um 17 Uhr noch einmal. Sehr nervenaufreibend für alle 4. Dafür bekam Lizzy in der Werkstatt binnen 10 Minuten für 14,40€ einen (provisorischen) neuen Blinker – Top Service. Unser Ausflug nach Florenz war sehr schön. Wir hatten schönes Wetter und gut gelaunte Kids, die sogar gleichzeitig Mittagschlaf hielten. Nichts desto trotz hat uns die Stadt nicht umgehauen. Trotz beindruckender Gebäude fehlte irgendwie der Woweffekt. Vielleicht müssen wir nochmal mit mehr Zeit wiederkommen…
19.09.17/ Tag 16

Tageskilometer: 0km

Wetter: 18 Grad, bewölkt, zum Teil sonnig

Der Tag startet und endet in: Fiesole


Wir sind in der Toskana. Die Anfahrt gestern war eine Geschichte für sich, aber davon erzähle ich euch ein anderes Mal. Nur so viel: Ein Berg mit 20% Anstieg und eine nasse Dorfstraße sind zu viel für unsere Lizzy. Jedenfalls sind wir heil, aber mit neuer Beule, in Fiesole angekommen. Und haben heute direkt unsere erste Wandeung unternommen. Es war wunderschön. Während Moritz tiefenentspannt in der Babytrage schlummerte, ist Emilia gute 5km zu Fuß gelaufen. Ich bin so stolz auf sie. Beide Kinder haben unsere Erwartungen heute um Längen übertroffen… Und der Ausblick, den ihr auf dem Bild erkennen könnt, lässt die Vorfreude auf Florenz Morgen steigen…

18.09.17/ Tag 15

Tageskilometer: 305km

Wetter: 22 Grad, Regen

Der Tag startet in: Venedig

Zwischenstop: Einkaufszentrum bei Padua, Raststätte bei Bologna

Der Tag endet in: Fiesole


Heute mal ein Bild „mitten aus dem Leben“. Ihr seht mich auf einer Raststätte im Wohnmobil beide Kinder parallel bespassen, während Sven Fenchel fürs Abendessen schnibbelt. Es trennen und noch etwa 100Km von Fiesole, unserem nächsten Ziel. Obwohl wir heute nichts Besonderes gemacht haben, sind Sven und ich erledigt vom Tag. Wir haben Lizzy geputzt und für die Weiterfahrt bepackt, ver- und entsorgt, im Einkaufszentrum sämtliche Vorräte aufgefüllt und 300 km zurückgelegt. Parallel dazu stets die Bedürfnisse von einem Baby und einem Kleinkind befriedigt. Wir sind seit 12 Stunden nonstop am „Tun“ und ein Ende des Tages ist noch in weiter Ferne. Klingt anstrengend? Ist es auch, das kann ich nicht leugnen. Aber der Alltag mit 2 kleinen Kindern ist überall anstrengend. Und wunderbar zugleich. Diese Achterbahn der Gefühle kennt sicher jeder der Kinder hat – und das ist auf Reisen nicht anders als Zuhause…

17.09.17/ Tag 14

Tageskilometer: 0 km

Wetter: 24 Grad, sonnig, leider sehr windig

Der Tag startet und endet in Venedig


Das Tollste am Campen: Die Freiheit, das zu tun, was man möchte. Eigentlich wollten wir heute nach Florenz weiter reisen. Aber das Wetter hier war viel zu schön um den Tag im Wohnmobil zu verbringen, zumal für Morgen und Übermorgen Regen gemeldet ist. Also haben wir kurzerhand einen Tag verlängert und einen Strandtag eingelegt. Dort war es aber so windig, dass wir schnell wieder zurück zur Lizzy geflüchtet sind, wo es sich aber wie man sieht auch sehr gut aushalten lässt…

16.09.17/ Tag 13

Tageskilometer: 0 km

Wetter: 19 Grad, bewölkt

Der Tag startet und endet in Venedig 


Venedig ist eine so wunderschöne Stadt. Also ich habe mich ein wenig verliebt. Kommt man am Markusplatz an ist man zunächst geflasht von den vielen Menschen. Aber wenn man sich ein wenig auf die Stadt einlässt, dann entdeckt man so viele tolle Ecken. Selbstverständlich konnten wir an einem Tag und dazu noch mit 2 Kinderwagen nur einen Bruchteil Venedigs sehen. Aber wir kommen wieder. Definitiv…

15.09.17/ Tag 12

Tageskilometer: 0 km

Wetter: 21 Grad, sonnig, abends Regen

Der Tag startet und endet in Venedig

Heute waren wir auf der Insel Burano. Die Insel ist ein Teil der Stadt Venedig und lädt mit den bunten Häuserfassaden zum Flanieren ein. Wir hatten einen entspannten und wunderschönen Tag. Die Kinder machen die Reise super mit und genießen sie sichtlich genauso sehr wie wir es tun. Mindestens so schön wie die Orte die wir bereisen ist die Tatsache, dass wir nonstop zusammen sind (und auch meistens harmonisch 😉 )

14.09.17/ Tag 11

Tageskilometer: 0 km

Wetter: 22 Grad, bewölkt

Der Tag startet und endet in Venedig


Heute waren wir so richtig faul. Wir sind auf einem sehr schönen Campingplatz, wo wir ein paar Tage bleiben möchten. Von hier aus möchten wir Venedig erkunden, aber auch ein wenig zur Ruhe kommen. Zum Strand haben wir es heute aber immerhin geschafft. Und Emilia nur mit Mühe und Not wieder mit zur Lizzy, unserem aktuellen „Zuhause“ bekommen.

Elternzeit 2.0 – Pic of the day vol. I

Wir sind derzeit mit unseren Kids Emilia (3 Jahre) und Moritz (5 Monate) auf Elternzeitreise. Näheres zu unserer Reise könnt ihr hier nachlesen. Hier erscheint, sofern es die Internetverbindung zulässt, täglich unser Bild des Tages.

13.09.17/ Tag 11

Tageskilometer: 305km

Wetter, 19 Grad, sonnig

Der Tag startet in: St. Kanzian am Klopeiner See

Zwischenstopps: –

Der Tag endet in: Venedig


Heute waren wir am Klopeiner See. Der wärmste See Österreichs hatte noch 22 Grad und war somit wärmer als die Lufttemperatur. Auch wenn so Einige noch baden waren, war unübersehbar, dass die Saison nun vorbei ist. Bei unserem Rundgang um den See haben wir Alles gesehen: Menschen die am Strand baden waren wie Menschen mit Mantel und Schal. Wir waren ebenfalls hin und hergerissen. Ins Wasser haben wir uns aber nicht getraut. Wir hoffen auf noch viele eindeutige Badetage in Italien, unserem Zielland, das wir soeben erreicht haben.

12.09.17/ Tag 10

Tageskilometer: 298km

Wetter: 18 Grad, Regen

Der Tag startet in: Wien

Der Tag endet in: St. Kanzian am Klopeiner See


Heute sind wir um 10 Uhr (!!! Ja, die Kinder sind noch an Bord und nein, normalerweise schlafen sie nicht so lange) aufgewacht und sind ganz entspannt zu ein wenig Sightseeing aufgebrochen. Leider meinte es Petrus gar nicht gut mit uns und hat uns viel Regen geschickt, so dass wir schnell wieder zurück zu unserer Lizzy geflüchtet sind. Entgegen unserer ursprünglichen Planung haben wir dann spontan entschieden am Abend noch zu unserem nächsten Ziel zu fahren. Das Wetter soll Morgen gut werden und da wäre es schade den Großteil des Tages auf der Autobahn zu verbringen. Ach und zum Bild: Wir haben tatsächlich 2 Kinderwagen an Bord. Auch wenn die Dinger verdammt viel Platz wegnehmen, möchten wir nicht auf sie verzichten. 

11.09.17/ Tag 9

Tageskilometer: 365km

Wetter: 25 Grad, sonnig, ab spätem Nachmittag Regen

Der Tag startet in: Laziska Gorne

Zwischenstopp: –

Der Tag endet in: Wien


Nach 5 Tagen bei meiner Familie geht unsere Reise nun weiter. Nachdem wir die ganze Zeit herrliches Wetter hatten, regnete es bei unserer Abreise. Auf dem heutigen Bild seht ihr einen kleinen Teil der Einfahrt zum Haus meiner Großeltern. Diese ist 80m lang und kaum breiter als Lizzy. Mangels Wendemöglichkeit muss Sven im Rückwärtsgang rausfahren. Ich bewundere ihn für seine Ruhe und Gelassenheit und danke ihm dass er uns stets so sicher und zuverlässig fährt. 

10.09.17/ Tag 8

Tageskilometer: 0km

Wetter: 25 Grad, sonnig

Der Tag startet und endet in: Laziska Gorne


Da eine polnische Hochzeit über 2 Tage gefeiert wird, gibt es heute nochmal ein Bild von der wundervollen Hochzeit. Solltet ihr einmal die Gelegenheit haben, solltet ihr unbedingt zu einer polnischen Hochzeit gehen. Es sind unglaublich stimmungsvolle Feiern. Und wie man auf dem Bild sieht: Es feiern nicht nur die Erwachsenen. Für die Kinder gab es eine Animateurin, viele Spiele, ein Kostümfest und als absolutes Highlight aller Kinder eine Candy-Bar. Emilia hat bis 21 Uhr durchgehalten und ist dann auf eigenen Wunsch im Camper schlafen gegangen. Moritz hat erst im Kinderwagen und anschließend ebenfalls im Camper geschlafen. So war die Hochzeit auch mit Kindern total unkompliziert und schön für uns. Nur die Messe fanden beide Kinder blöd.

09.09.17/ Tag 7

Tageskilometer: 0km

Wetter: 25 Grad, sonnig 

Der Tag startet und endet in: Laziska Gorne

Was für ein wunderschöner Grund für unseren Umweg auf unserer Italientour. Die Hochzeit meines Cousins Krzysztof und seiner wunderschönen Braut Magda war ein typisch polnisches, feucht-fröhliches Fest! Es gab Essen bis zum Umfallen, eine stimmungsmachende Band, den obligatorischen Vodka und 100 feierwütige Gäste! Wir haben 12 Stunden durchgetanzt! Und Emilia hat sich als große Tanzmaus präsentiert, die sich trotz fehlender Sprachkenntnisse bestens amüsiert hat. 

08.09.17/ Tag 6

Tageskilometer: 0km

Wetter: 22 Grad, sonnig 

Der Tag startet und endet in: Laziska Gorne


Happy birthday…

Heute haben wir mit der Familie meinen   Geburtstag gefeiert. Der erste von 3 Geburtstagen den wir auf unserer Reise feiern werden war ein voller Erfolg. Das Wetter hätte nicht besser sein können, wir haben den ganzen Tag lecker gegessen und mein persönliches Highlight war Emilias Geburtstagsständchen mit Klavierbegleitung… 

07.09.17/ Tag 5

Tageskilometer: 0km

Wetter: 18 Grad, bewölkt

Der Tag startet und endet in: Laziska Gorne


Ein entspannter Tag bei meinen Großeltern geht zu Ende. Während die Kinder die Zeit mit den Großeltern und den Urgroßeltern genossen haben, hatte ich einen langen Termin bei der Kosmetikerin und war mit Sven ein wenig bummeln. Hier tanken wir noch mal richtig auf bevor wir bald durchstarten…

06.09.17/ Tag 4

Tageskilometer: 208km

Wetter: 20 Grad, bedeckt

Der Tag startet in: Breslau

Der Tag endet in: Laziska Gorne


Heute sind wir bei meinen Großeltern angekommen. Begrüßt wurden wir traditionell mit Pierogi und Wodka. Wir feiern Wiedersehen mit meiner Familie! Das Ganze war Emilia zu Beginn zu viel Trubel. Da verzog sie sich lieber mit ihrem Uropa auf die Hollywood-Schaukel und erzählte ihm von ihren bisherigen Reiseerlebnissen… Uropa konnte sein Glück gar nicht fassen…

05.09.17/ Tag 3

Tageskilometer: 120km

Wetter: 14 Grad, bewölkt

Der Tag startet in: irgendwo zwischen Forst und Legnica

Zwischenstop: –

Der Tag endet in: Breslau

Heute sind wir durch Breslau gebummelt. Wir haben lecker gegessen, ein wenig geshoppt und ganz viel Spaß gehabt. Das Highlight für beide Kinder war die Straßenbahnfahrt. Und das Tauben-Jagen…

04.09.17/ Tag 2

Tageskilometer: 286km

Wetter: 20 Grad, sonnig

Der Tag startet in: Karls Erlebnisdorf bei Berlin

Zwischenstop: Einkaufszentrum bei Berlin (Vorräte auffüllen bevor wir Deutschland verlassen)

Der Tag endet in: irgendwo zwischen Forst und Legnica


Glückliche Kinder, glückliche Eltern…

Obwohl ich mir (gerade in Berlin!!!) durchaus schönere Unternehmungen als Maislabirinth, Kartoffelsackrutsche und Ponyreiten vorstellen kann, haben wir heute den halben Tag auf Karls Erlebnishof in Elstal verbracht! Die Höfe kennen wir bereits von unserer Ostseetour und können sie gerade als Zwischenstop mit dem Wohnmobil unbedingt weiterempfehlen. Man kann hier kostenlos übernachten, sehr gut frühstücken und die Kinder können sich austoben. Auf der Weiterfahrt schläft jedes Kind. Garantiert…

03.09.17/ Tag 1

Tageskilometer: 402km

Wetter: 20 Grad, sonnig

Der Tag startet in: Osnabrück 

Zwischenstop: Tiergarten Hannover, Mc Donalds in Magdeburg

Der Tag endet in: Karls Erlebnisdorf bei Berlin

Alle Wege führen nach Rom…

Da wir vor unserer Italientour noch auf einer polnischen Hochzeit tanzen möchten, führt uns unser Weg erstmal Richtung Osten. Mit unserer fast 30 Jahre alten Lizzy, Baby und Kleinkind möchten wir nicht mehr als 400km am Tag fahren und legen die Fahrtzeiten zumindest größtenteils auf die Schlafzeiten der Kinder. Auf unserer heutigen Tagesetappe haben wir einen Zwischenstopp im Tiergarten Hannover eingelegt. Ganz nett für einen Sonntagsspaziergang…

Mecklenburgische Seenplatte von West nach Ost

Ich war noch nie auf einer deutschen Insel. Den total verregneten Junggesellinenabschied einer Freundin auf Norderney mal ausgenommen. Und da ich die Ostsee auch nur aus Polen kenne (und das ist auch schon 20 Jahre her…), haben wir uns Mecklenburg-Vorpommern als Ziel unserer ersten Reise zu Viert ausgesucht. Wohlwissend, dass auf den deutschen Sommer nicht unbedingt Verlass ist, planen wir keinen reinen Strandurlaub, sondern Wanderungen, Spaziergänge, Radtouren und gaaaaaanz viel Familienzeit.

Unsere Tour führt uns von Osnabrück durch die mecklenburgische Seenplatte nach Osten und anschließend von Ost nach West über die Inseln Usedom, Rügen und dem Darß wieder zurück nach Hause. Wie es uns auf unserer Generalprobe für unsere große Reise ergangen ist, könnt ihr im Folgenden hier in gewohnter Tagebuchform nachlesen.

Los geht es mit dem ersten Teil:

Tag 1: Fr. 30.06.17 Osnabrück – Seevetal (233km)

Endlich geht es wieder auf Reisen. Seit unserem Kroatienurlaub sind fast 9 Monate vergangen, wir sind mittlerweile zu Viert und voller Vorfreude auf die nächste Reise. Sven hat nicht viel Urlaub, aber die zur Verfügung stehenden 10 Tage möchten wir voll auskosten. Doch bevor wir durchstarten können, muss Lizzy erst aus dem Winterschlaf geholt und bepackt werden. Für alle die noch nie einen Camper für eine Reise hergerichtet und gepackt haben: Mit zwei zu betreuenden kleinen Kindern ein nicht zu unterschätzendes Unterfangen. Aber um 21.30 Uhr ist Lizzy dann endlich startklar, die Kinder gebadet und satt und es kann losgehen.

Moritz war schon zu Hause eingeschlafen, wir betten ihn nur in den Maxi Cosi um und er schläft ungestört weiter ( Ich kann den Schlafsack von Hoppediz absolut weiterempfehlen, dieser hat einen Schlitz für den Gurt des Kindersitzes und man muss die Kinder nach der Fahrt beim Umbetten nicht mehr umziehen. So ist Moritz beim Umbetten nie aufgewacht).  Emilia ist voll im Reisefieber und noch sehr aufgedreht. Aber nach einer Stunde Fahrt begleitet von der Sendung mit der Maus schläft auch sie ein. Viel länger halten wir nach dem anstrengenden Packtag auch nicht durch und als uns die Müdigkeit überfällt, steuern wir den nächsten Stellplatz an. In Seevetal soll man schön an einer Wassermühle stehen können. Wir finden den beschriebenen Stellplatz zwar nicht auf Anhieb, aber ein Parkplatz am Ende einer Sackgasse reicht uns als Übernachtungsplatz völlig aus. Wir betten die Kinder um und fallen müde ins Bett. Gute Nacht!

Der von uns gesuchte, aber leider nicht gefundene Stellplatz:

Übernachtungsplatz: Seevetal (GPS: N 53° 22′ 7“, O 10° 1′ 29“) (0€)

Tag 2: Sa. 01.07.17 Seevetal – Güstrow (230km)

Das Wichtigste Zuerst: Wir haben alle Vier durchgeschlafen. Trotz heftigem Regen der ununterbrochen auf das Wohnmobildach prasselte. Und Baby und Kleinkind an Bord! Yeah!!!

Nach einer schönen Kuschelstunde im Heckbett starten wir langsam in den Tag. Wir haben keine Eile, da es draußen regnet. Und der Wetterbericht auch keine Regenpause ankündigt. Während ich die Kinder wickle und anziehe, deckt Sven den Frühstückstisch. Und schnell zeigt sich, dass wir es Emilia heute nicht recht machen können. Das von mir ausgesuchte Outfit gefällt ihr nicht, die Frühstücksauswahl entspricht nicht ihren Vorstellungen, die Farbe des Tellers ist nicht die Richtige und als Sven den fatalen Fehler begeht und den Deckel vom Joghurt abzieht, den Emilia doch alleine abziehen wollte, ist kein Halten mehr. Eine halbe Stunde (!!!) brüllt sie durch und ist mit Nichts wieder milde zu stimmen. Durchhaltevermögen hat sie ja, Hut ab. Ich versuche mir einzureden, dass die letzte Reise schon so lange her ist und sie sich an die neue Umgebung erst wieder gewöhnen muss. Aber es macht mich fassungslos, wie eine 2 Jährige zwei Erwachsene auf Trab halten kann. Bei einem von Geschrei und Unzufriedenheit begleiteten Frühstück versuchen wir den Tag zu planen. Aufgrund der schlechten Wetteraussichten beschließen wir, Kilometer zu machen, einen Großeinkauf zu erledigen und als Highlight des Tages eine Therme zu besuchen.

Gesagt, getan. Nach dem Abwasch starten wir durch. Moritz schläft zuverlässig, sobald der Motor angeht und Emilia ist für ihre heutigen Verhältnisse „zufrieden“ mit Peppa Wutz  und Sendung mit der Maus im fünfminütigem Hin-und-Her Wechsel auf dem iPad.

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So kommen wir fast zwei Stunden voran. Als die Kinder langsam unzufrieden werden, steuern wir einen großen Supermarkt an. Hier können wir uns die Beine vertreten und unsere Vorräte wieder auffüllen. Nach einem schnellen Mittagessen treten wir die Weiterreise an und versprechen Emilia ein großes Spaßbad. In Güstrow werden wir fündig und toben uns hier am späten Nachmittag aus.

Wie passend, dass es in Güstrow einen kostenlosen Wohnmobilstellplatz gibt. Vom Spaßbad sind es nur einige Fahrtminuten und wir haben unseren heutigen Übernachtungsplatz erreicht: Hierbei handelt es sich um einen abgetrennten Bereich auf einem großen Parkplatz. Dieser ist zwar nicht schön, aber zentral gelegen und kostenlos; für unsere Ansprüche also absolut ausreichend.

Ostsee (7 von 233)

Während Sven die Regenpause ausnutzt und einen kurzen Spaziergang mit den Kindern macht, koche ich das Abendessen. Emilias Trotzanfälle ziehen sich leider durch den ganzen Tag und wir atmen tief durch, als sie gegen 20 Uhr endlich schläft.

Übernachtungsplatz: Güstrow (GPS: N 53° 47′ 29“, O 12° 10′ 47“) (0€)

Tag 3: So. 02.07.17 Güstrow – Krakow (20km)

Die Kinder scheinen wirklich müde gewesen zu sein und wecken uns erst gegen 8 Uhr morgens. Bis beide Kinder gewickelt und angezogen sind, Moritz seine Flasche ausgetrunken hat und Sven und ich fertig angezogen sind, vergeht eine weitere gute Stunde. Der morgendliche Alltag bleibt auch im Wohnmobil nicht aus… Heute ist Emilias Laune aber zum Glück schon deutlich besser.

Sven und Emilia besorgen frische Brötchen. Direkt am Parkplatz ist ein Bäcker, der auch sonntags geöffnet hat. Nach dem Frühstück machen wir einen Spaziergang durch Güstrows Altstadt. Besonders herausstechend ist hier das Schloss.

Anschließend fahren wir zum Krakower See. Hier müssen wir zunächst eine Zwangspause einlegen, da es draußen regnet.

Während Sven und Moritz schlafen, malt Emilia ein wenig und ich bearbeite Fotos und lese Reiseführer. Ich fürchte ja immer den Regen beim Campen, aber diese kleine Auszeit tut uns allen gut und als es trocken ist, brechen wir zu einem ausgedehnten Spaziergang am See auf.

Am Seeufer führt ein schöner Weg vorbei an bunten Bootshäusern ins Ortszentrum von Krakow. Inklusive Spielplatz und Café-Besuch ein richtig gelungener Ausflug.

Am Abend sind wir zu faul zum Weiterreisen und übernachten kurzerhand auf dem mittlerweile leeren Wanderparkplatz.

Ostsee (27 von 233)

Übernachtungsplatz: Krakow (GPS: N 53° 39′ 32“, O 12° 16′ 11“) (0€)

Tag 4: So. 03.07.17 Krakow – Basedow – Ivenack – Gravelotte (80km)

Wir haben das schlechte Wetter überstanden. Heute scheint den ganzen Tag die Sonne. Wir setzen unseren Weg Richtung Osten fort. Da es auf unserer Route liegt, halten wir am Schloss Basedow an. Hier machen wir einen kleinen Spaziergang durch den Park.

Emilia lässt das Schloss links liegen und interessiert sich nur für die hiesigen Bauarbeiten.

Ostsee (39 von 233)

Nur schwer lässt sich Emilia vom Bagger trennen, aber irgendwann können wir dann doch unsere Reise fortsetzen.

Den Mittag verbringen wir im Park Ivenacker Eichen. Hier findet man über 1000 Jahre alte Eichen.

Die mächtigste unter ihnen hat einen Stammumfang von 11 Metern und ist 35 Meter hoch. Viel beeindruckender sind für uns allerdings die sonst so scheuen Rehe, die hier frei herum laufen und erstaunlich nah an die Besucher kommen.

Nach dem Ausflug in den Tierpark haben wir genug für den Tag. Die Sonne scheint und wir wollen diese noch ein wenig genießen. Also beschließen wir zum Campingplatz Gravelotte  am Kummerower See zu fahren. Der Campingplatz gefällt uns auf Anhieb. Die Stellplätze sind nicht parzelliert und es ist recht leer.

Ostsee (71 von 233)

Hier machen wir es uns gemütlich.

Ostsee (70 von 233)

Der Platz liegt direkt am Kummerower See, wo man bei Badewetter sicher einen wunderschönen Tag verbringen kann.

Wir halten uns allerdings die meiste Zeit in Moritz Strandmuschel auf und genießen unser Familienglück.

Ostsee (73 von 233)

Wir lassen den Tag mit Spielen, Essen und dem süßen Nichtstun ausklingen, bevor es Morgen weiter nach Usedom geht.

Übernachtungsplatz: Campingplatz Gravelotte (15,70€)

Wie es uns auf den Ostseeinseln Usedom, Rügen und auf dem Darß gefallen hat, erzähle ich euch beim nächsten Mal.

 

Elternzeit 2.0 – der Plan

Ja, wir werden auch Moritz Elternzeit für eine Reise nutzen. Nach der für uns unvergesslichen Tour 2015 steht mehr denn je fest, dass gemeinsame Elternzeit Reisezeit ist.

Die Qual der Wahl – das Reiseziel

Diesmal gab es keinerlei Diskussion. Das Ziel stand schon fest, bevor Moritz überhaupt gezeugt war: Auf unserer diesjährigen Tour erwarten uns eindrucksvolle Bergwanderungen, paradiesische Sandstrände, Stadtbummel durch bunte Metropolen, ein Besuch beim Papst, die vielleicht beste Küche der Welt und ganz viel Dolce Vita! Ja genau, unsere Reise führt uns nach Bella Italia. „Nur nach Italien?“ hören wir häufig, nachdem wir von unseren Plänen erzählen. Diese Frage können wir so gar nicht nachvollziehen, denn uns erscheinen die zwei zur Verfügung stehenden Monate viel zu kurz, um dieses Land in seiner Gänze, von den Alpen im Norden bis zur kalabrischen Stiefelspitze im Süden inklusive der Inseln Sizilien und Sardinien zu bereisen. Bei unserer ersten Elternzeittour bereisten wir Portugal und die Reaktion war häufig: „Was, so weit weg ? Und das mit Baby?“ Also, Leute: Ich habe extra für euch gerade nochmal googlemaps befragt: Die Entfernungen Osnabrück – Palermo und Osnabrück – Lissabon sind nahezu identisch : 2500km. Die Touren sind also durchaus vergleichbar.

Im Detail sieht unsere vorgesehene Route so aus:

Wir machen einen kleinen Umweg und fahren nicht wie die meisten über die Schweiz nach Italien, sondern über Polen – Tschechien und Österreich. In Polen feiern wir die Hochzeit meines Cousins und reisen dann über Wien nach Venedig. Weiter geht es in die Toskana, über Rom nach Neapel bis nach Kalabrien und Sizilien. Anschließend setzen wir mit der Fähre  Sardinien über und arbeiten uns die Insel an der Ostküste hoch, bevor wir die Fähre nach Livorno nehmen und wieder italienisches Festland erreichen. Über die Schweiz treten wir dann den Heimweg an . Für die gesamte Strecke von etwa 7000km (wovon wir 1000km mit der Fähre zurück legen) haben wir 11 Wochen Zeit – Zeit, die wir uns bewusst nehmen werden. Wo es uns gefällt werden wir bleiben und uns nicht hetzen lassen. Im Vordergrund steht nicht das Abarbeiten von Touri-Zielen und Bucket-Listen, sondern das Genießen und das Zusammensein.

Beim zweiten Kind ist man viel souveräner…

Bei unserer ersten Tour waren wir noch blutige Anfänger was das Reisen mit dem Wohnmobil UND das Reisen mit Baby angeht. Heute sind wir routinierter, viel routinierter. Wir wissen, was wir auf unserer Reise brauchen und was überflüssig ist, wir wissen, welches Pensum wir uns und den Kindern zumuten können und wir wissen, was uns unterwegs gut tut. Unsere Lizzy muss nicht erst aufwendig renoviert werden (wobei Sven diverse Umbauten und Optimierungen im Kopf herumschwirren, die er aber aus Zeitmangel wohl leider nicht mehr umsetzen wird). Lizzy muss „nur“ noch erfolgreich durch den TÜV gebracht werden, die Frage, ob (bzw. wie!!!) zwei Kindersitze nebeneinander auf die Bank passen will beantwortet werden und Moritz braucht noch einen Schlafplatz sowie einen Reisepass. Klingt machbar, oder?

Lust, virtuell mitzureisen?

Dieses Mal werde ich nicht von unterwegs bloggen. Die Auswahl und Bearbeitung der Fotos sowie das Schreiben der Texte nehmen einfach zu viel Zeit in Anspruch – Zeit, die ich gern mit meiner Familie verbringen möchte. Nichts desto trotz werde ich fleißig Tagebuch schreiben und die Reise anschließend in allen Details auf dem Blog Revue passieren lassen. Um unsere lieben Daheimgebliebenen trotzdem auf dem Laufenden zu halten, wird es hier auf dem Blog -inspiriert von den Outdoorpashionists – täglich (sofern es die Internetverbindung zulässt) ein „Pic of the Day“ inklusive ein paar Worten zum Tag geben. Wem das nicht ausreicht, dem empfehle ich uns auf Instagram zu folgen. Hier teile ich in regelmäßigen Abständen Impressionen von unterwegs…

Wanted: Eure Erfahrungen sind gefragt

Bis wir tatsächlich starten dauert es noch ein wenig. Italien im Hochsommer wollen wir uns und den Kindern nicht zumuten. Daher starten wir unsere Tour im Herbst und werden von September bis November unterwegs sein. Bis dahin steht noch ein Urlaub an der Ostsee an, quasi die Generalprobe zu Viert im Camper. Den Rest der Zeit widmen wir der Vorfreude bzw. der Optimierung der Reiseroute. Und hier seid ihr gefragt: Was sind eure Must Sees auf unserer Route? War von Euch jemand schon einmal mit Kinderwagen in Venedig, Florenz, Rom, Neapel oder Palermo unterwegs und kann seine Erfahrungen mit uns teilen? Welche Bergwanderungen auf Sardinien oder in der Toskana sollten wir uns nicht entgehen lassen? Welcher Strand ist besonders schön? Wo sollen wir unbedingt übernachten? Habt ihr einen tollen Campingplatz oder Wildcamp-Tipp für uns? Und, was mir besonders auf dem Herzen liegt: Hat jemand Erfahrungen, wo man in Italien deutsche Babybreie kaufen kann bzw. welche Babybreie Bioqualität haben und zucker- sowie zusatzstofffrei sind? Moritz wird zu Beginn unserer Reise 5 Monate alt und somit gerade beikostreif sein und ich möchte den Beikoststart weder dem Zufall überlassen noch kann ich Gläschen für 11 Wochen mitnehmen. Wir sind dankbar über jeden Tipp, gerne in den Kommentaren, damit auch andere Familien von euren Erfahrungen profitieren.

 

Fazit: Kroatiens Norden im September 2016

An einer idyllischen Strandbucht die Seele baumeln lassen. Mit dem Gleitschirm über die Plitvicer Seen fliegen. Durch Pulas Altstadt schlendern und die Nacht zum Tag machen. Sich den Bauch mit Ćevapčići, frischem Fisch und Meeresfrüchten vollschlagen. Mit dem Segelschiff von Insel zu Insel hüpfen. An endlosen Küsten entlang spazieren. Durch den Nationalpark wandern und auf Berggipfel steigen. Am Strand campen und von Möwen geweckt werden – Reiseführer versprechen, dass Kroatien jeden Urlaubstypen glücklich zu machen vermag.

Wir als Familie mit kleinem Kind haben unsere Priorität auf schöne Strandbuchten, ein bisschen Stadtleben und viel Natur gelegt. In diesem Blogartikel möchte ich mit Euch unsere Route sowie unsere Erfahrungen teilen. Für weitere Details habe ich euch die Reiseberichte der einzelnen Etappen verlinkt.

 
Die Fakten:
  • Reisezeit: September 2016
  • Dauer: 17 Tage
  • gefahrene Kilometer: 3.138 km
Unsere Route:

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Für die Anreise aus Osnabrück wählten wir die klassische Route über Würzburg-Rosenheim-Salzburg-Villach-Ljubljana-Koper.

Wir umfuhren die die Küste Istriens, setzten dann auf die Inseln Cres und Krk über, fuhren ein wenig entlang der Adria magistrale und krönten unsere Reise mit einem Besuch der Plitvicer Seen. Die Route war toll und für die Reisedauer angemessen, nichts desto trotz träumen wir noch von einem zweiten Kroatienurlaub, bei dem wir es weiter in den Süden nach Montenegro und Dubrovnik schaffen. Dafür bräuchen wir aber mehr Zeit (bzw. größere Kinder)

Unverzichtbare Reisebegleiter:

1.) REISEFÜHRER

Zunächst möchte ich hier unseren Reiseführer nennen:

Dies ist nun unsere dritte Reise mit dem Reiseführer aus dem Womo-Verlag und wir sind nach wie vor begeistert. Negativ anzumerken ist, dass der Reiseführer nur was taugt, wenn man sich an die vorgeschlagene Route hält. Aber insbesondere bei der Suche nach Stellplätzen in freier Natur ist der Reiseführer für uns unverzichtbar. Oder bei der Suche nach zentralen Parkplätzen für Sightseeingtouren in größeren Städten – im Womoführer sind wir bis jetzt immer fündig geworden.

2.) ASCI CAMPINGCARD

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Wir waren bis dato keine Besitzer der ASCI Camping Card – leider. In Kroatien hätten wir damit eine Menge Geld sparen können. Fast alle von uns angefahrenen Campingplätze hätten sie akzeptiert. Und schon ab der 2. Übernachtung auf einem Campingplatz hätte sich die Anschaffung gelohnt. Seid schlauer als wir und nehmt diese Karte auf eure Kroatien Reise mit (Achtung: Ermäßigungen gibt es nur in der Nebensaison)

3.) STRANDMATTEN, BADESCHUHE UND SCHNORCHEL

Die Adria ist reich an wunderschönen Stränden – die meisten sind allerdings steinig oder kieselig. Damit ihr trotzdem entspannt am Strand abhängen könnt, empfehlen wir die Mitnahme von gepolsterten Strandmatten und Badeschuhen. Und wenn ihr an der Unterwasserwelt interessiert seid, dann packt unbedingt auch eure Schnorchel ein – es lohnt sich. Um die gesamte Strandausrüstung inklusive Kind dann auch zum Strand zu bekommen, wäre ein geländetauglicher Bollerwagen ein Traum – der Kinderwagen tut es aber auch.

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Wie hat es uns gefallen?

Kroatien ist definitiv eine bzw. mehrere Reisen wert. Wir haben nur einen kleinen Bruchteil der kroatischen Küste bereist und unsere Erfahrungen reichen nur für einen ersten Eindruck. Nichts desto trotz wagen wir es, uns ein Urteil zu bilden und euch davon zu berichten.

Was als erstes auffällt, ist das in Kroatien sehr viele Menschen sehr gut deutsch sprechen. Dies mag das Reisen ungemein vereinfachen, beweist aber auch, wie touristisch und auf uns Deutsche eingestellt die kroatische Küste ist.

Die kroatische Küche ist sehr reich an Fisch und Meeresfrüchten, aber auch Fleischesser kommen hier definitiv auf ihre Kosten. Insgesamt ähnelt die kroatische Küche stark der griechischen Küche. Das Preisniveau für Lebensmittel und Getränke ist ähnlich dem in Deutschland, wobei auswärts essen tendenziell etwas günstiger ist als in Deutschland.

Was das Campen angeht, gibt es aus unserer Sicht definitiv attraktivere Reiseländer.  Denn das Wildcampen ist in Kroatien bekanntlich verboten. Campingplatzliebhaber kommen hier definitiv auf ihre Kosten, es gibt wunderschöne Campingplätze in allen Preiskategorien, wobei die Preise den Preisen in Frankreich und Italien ähneln. Für eine Übernachtung muss man je nach Standard und Lage in etwa 30€ einplanen (wohlgemerkt in der Nebensaison!). Die von uns besuchten Campingplätze waren alle sauber und gepflegt und das Personal sehr freundlich. Wohnmobilstellplätze wie wir sie aus Deutschland, Spanien oder Frankreich kennen, findet man sehr selten. Dennoch haben wir den ein oder anderen tollen Übernachtungsplatz gefunden.

Obwohl uns solche naturnahen Übernachtungsplätze die liebsten sind, haben Campingplätze einen einzigen, entscheidenden Vorteil: Spielplätze!

 

Es ist leider nicht von der Hand zu weisen, dass eine Zweijährige mit einem Spielplatz wahnsinnig glücklich gemacht werden kann. Und die Spielplätze auf den Campingplätzen sind zum Teil paradiesisch aus Sicht einer Zweijährigen. Von großen hölzernen Piratenbooten über riesige Hüpfburgen bis hin zu Wasserrutschen und Kinderpools – alle Campingplätze sind familienfreundlich und bieten ein tolles Angebot zum Austoben.

Damit komme ich auch schon auf das wichtigste Kriterium zu sprechen: Wie gut eignet sich Kroatien für eine Reise mit Kleinkind? Aus unserer Sicht leider nur mittelmäßig. Wir hatten ohne Frage einen schönen Urlaub und eine tolle Zeit zu Dritt. Uns fehlte es aber an Unternehmungsmöglichkeiten. Die Kieselstrände sind für Kleinkinder wie Emilia kaum interessant, nachdem sie ein paar Steinchen gesammelt hat, hat sie sich gelangweilt. Die Adria war unserer Madame zu kalt, so dass im oder am Wasser spielen nicht von Interesse waren (und das obwohl Emilia eigentlich eine absolute Badenixe ist). So mussten wir sie am Strand immer bei Laune halten – was zum Glück Dank vieler Spielplätze und Eisverkäufer nicht so schwierig war.

Da es an Radwegen mangelt, kamen unsere mitgeschleppten Fahrräder kein einziges Mal zum Einsatz. Das Fahren entlang der viel befahrenen Hauptstraßen war uns schlichtweg zu gefährlich.

Folglich ist Kroatien für uns ein wunderschönes Reiseziel, was aber erst mit größeren Kindern wieder interessant wird. Wenn Aktivitäten wie paddeln, schnorcheln und schwimmen angesagter sind als Sandburgen bauen und Sandkuchen backen, kommen wir mit Sicherheit nochmal wieder und bereisen Kroatiens Süden.